Hände waschen

Auch in der Baubranche unerlässlich: Regelmässig die Hände waschen! (Bild: Pixabay)

Corona - auch die Baubranche ist betroffen

Die Baustellen in der Schweiz bleiben vorerst geöffnet, die Bautätigkeit in der Schweiz kann auch nach dem Entscheid des Bundesrates fortgesetzt werden. Dennoch werden die kommenden Wochen auch für die Baubranche zu einer grossen Herausforderung.

Am 16. März hat der Schweizer Bundesrat angesichts der bedrohlichen Ausbreitung von COVID-19 die «ausserordentliche Lage» ausgerufen - mit weitreichenden Folgen für die Wirtschaft und die gesamte Gesellschaft. So bleiben nicht nur Schulen geschlossen, sondern auch alle Läden und Geschäfte, die keine für das alltägliche Leben unerlässlichen Güter wie Lebensmittel oder Medikamente verkaufen.

Gleichermassen sind sämtliche öffentlichen und privaten Versammlungen verboten, und auf den öffentlichen Verkehr sollte möglichst verzichtet werden - die SBB reduziert ab heute ihr Angebot.

Was sind die Auswirkungen auf die Baubranche?

Vorerst nicht direkt betroffen von den Massnahmen ist die Baubranche - die Bautätigkeit ist auch weiterhin erlaubt unter Einhaltung der vom Bundesamt für Gesundheit vorgeschriebenen Vorsichtsmassnahmen. Es ist jedoch möglich, dass es zur Schliessung einzelner Baustellen kommen kann. Wichtiger Hinweis: Dieser Bericht gibt den Status vom Donnerstag, 19. März, 08:00 wieder. Die Situation kann sich jedoch von Tag zu Tag oder sogar stündlich ändern. So hat am Mittwoch, 18. März der Kanton Genf die Stilllegung der Baustellen auf den Freitag verfügt. Für die Situation in Ihrem Kanton informieren Sie sich bitte auf der Website entsprechenden kantonalen Behörde.

Auch wenn die Baustellen für den Moment offen bleiben: Auch für die im Bausektor tätigen Unternehmen ist die derzeitige Situation eine riesige Herausforderung. So auch für die Hälg Group. «Wir wollen alles dafür tun, die Gesundheit unserer Mitarbeitenden sicherzustellen, die weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen und unsere Leistungen für Kundinnen und Kunden weiterhin erbringen zu können», sagt Mitinhaber Marcel Baumer anlässlich des jährlichen Mediengesprächs.

Das Unternehmen blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück - doch dürfte die aktuelle Krise dennoch einschneidende Folgen haben. «Die längerfristigen wirtschaftlichen Folgen sind derzeit kaum abzuschätzen», sagt Mitinhaber und CEO Roger Baumer. «Eine Delle wird es hier sicher geben.»

Können die Mitarbeitenden noch arbeiten?

Gemäss Marcel Baumer hat das Unternehmen früh reagiert und schnell den für solche Fälle vorgesehenen Krisenstab aktiviert. Die Mitarbeitenden des Unternehmens können und dürfen derzeit noch arbeiten. Allerdings lassen diverse Kunden die Arbeiten einstellen. Gleichzeitig sind Gebäude und Infrastrukturen weiterhin auf Störungsdienste und andere Services angewiesen. Die Einreise von Grenzgängern aus dem benachbarten Ausland ist derzeit zwar noch möglich, aber sehr zeitraubend.

«Auch wenn man gut vorbereitet ist, kommt man vom proaktiven Handeln sehr schnell in den reaktiven Modus», räumt Marcel Baumer ein. Roger Baumer fügt hinzu: «Es wäre eine Illusion zu glauben, dass sich die Situation in den nächsten zwei bis drei Wochen wieder normalisiert.» Die Belastung werde auch im «Normalzustand» hoch sein, weil dann die Arbeit von jenen Baustellen aufgeholt werden müsse, die während der Krise haben pausiert wurden. Dennoch gibt sich Marcel Baumer optimistisch. «Wir sind in der glücklichen Situation, finanziell sehr gesund und stabil zu sein», sagt er.

Wo kann ich mich weiter informieren?

Wie sich die Situation in den nächsten Tagen und Wochen weiterentwickeln wird - auf eine solche Prognose mag sich derzeit wohl niemand herauslassen. Für in der Baubranche tätigen Unternehmen empfiehlt sich, die Informationen des Bundes und des jeweiligen Kantones sowie die laufend upgedateten Corona-Dossiers der Branchenverbände SBV und Suissetec regelmässig zu konsultieren. Dort finden sich unter anderem Infoblätter zu arbeitsrechtlichen und werkvertraglichen Aspekte rund um das Coronavirus.