Markt-News

Emanuel Morin (l.) und Pablo Gudenrath von der Geschäftsleitung der OF-Software AG ziehen eine rundum positive Bilanz. (Bilder: zVg)

Sowohl das Interesse an den Dienstleistungen und Produkten war vorhanden wie auch die Nachhaltigkeit des Auftritts an der Messe.

Erwartungen voll übertroffen

Im Aufwind sind 2020 in der Haustechnik die Bereiche IT- und EDV-Lösungen inklusive intelligenter Planungssoftware. Zwei profunde Experten in diesem Bereich stehen Rede und Antwort zu ihren Erfahrungen an der letzten Swissbau: Pablo Gudenrath und Emanuel Morin – beide in der Geschäftsleitung von OF-Software.

Alle Ausstellerfirmen der letzten Swissbau hatten ein grosses Interesse der Zielgruppen erwartet. Ihre Erwartungen wurden aber offenbar deutlich übertroffen?

Pablo Gudenrath: Das ist absolut so. Unser Stand war genau deshalb eine Anlaufstelle für viele, die genau dieses suchten.

Emanuel Morin: Der Andrang und das Interesse haben uns die Bestätigung gegeben, dass die Richtung, die wir in den letzten zwei Jahren in Bezug auf unsere Entwicklungen und Lösungen eingeschlagen haben, die richtige ist. Die Besucherfrequenz und das reelle Interesse wie auch die vielen Offertanfragen werten wir als grossen Erfolg. Als Mitglied der Geschäftsleitung hatte ich mehrmals den Eindruck, dass unsere Stammkunden glücklich und erleichtert waren, als sie bemerkten, dass sie auf das richtige Pferd gesetzt haben bezüglich Planungssoftware und IT. Viele haben es zudem goutiert, dass bei uns die Nachfolgeregelung gut gelöst wurde mit den richtigen Fachleuten aus dem eigenen Unternehmen.

Welche Themen wurden am meisten von Ihrer Zielgruppe angesprochen, beziehungsweise was war deren Hauptbedürfnis?

Morin: Viele aus unserer Zielgruppe sind Teamleiter sowie Führungsfachleute und CEOs. Sie alle erwarteten, eine Software vorgeführt zu bekommen, die ihnen bei der Gesamtorganisation ihrer Prozesse helfen würde. Zum Beispiel, wie man eine doppelte Dateneingabe vermeidet oder wie man sicherstellt, dass alle Leistungen in Rechnung gestellt werden. Es ging aber auch um Effizienzsteigerung, intelligente Vernetzungen und generell Fehlerminimierung.

Gudenrath: In der Haustechnik- und Baubranche ist das Thema Vernetzung enorm präsent und es herrscht viel Bewegung auf diesem Sektor. Wir haben einmal mehr gemerkt, dass eines unserer Alleinstellungsmerkmale ein Bedürfnis in der Zielgruppe ist: Nämlich der Einbezug der Kunden in den Entwicklungsprozess einer individuell optimal angepassten Planungssoftware. Natürlich waren Neuerungen wie BIM, die den Zugriff auf detaillierte Produktdaten (Grösse des Heizkessels, Heizleistung usw.) der IGH-Lieferanten ermöglichen, immer ein Gesprächsthema.

Haben Sie durch Ihre Vorführungen und Beratungen auch bei jenen Interesse festgestellt, die sich mit dem Thema bisher nicht so intensiv auseinandergesetzt haben?

Morin: Ja, zum Beispiel bei den sogenannten Cockpit-Lösungen. Unser neues Cockpitmodul und seine synthetische Darstellung der Gesundheitsdaten des Unternehmens hat offenbar mächtig für Begeisterung gesorgt. Wir entwickeln aktuell auf diese Art solche Cockpit-Lösungen. Der Trend zur individuellen und dynamischen Planungssoftware bedeutet, dass die Unternehmen mehr verknüpfte und vernetzte Daten über die Produkte zur Verfügung haben, die sie direkt im Programm sehen können. Bei solchen Projekten ist der Austausch von allen Parteien wichtig, um die Probleme zu erkennen und optimale Lösungen zu finden. Im OF-Cockpit werden die für die Betriebsführung unerlässlichen Kennzahlen in übersichtlichen Grafiken und ausführlichen Tabellen dargestellt. Angefangene Arbeiten, noch nicht verrechnete Aufträge, Wertschöpfung, Umsatz pro Kunde und vieles andere kann für jeden Auftrag, jeden Mitarbeiter, eine Abteilung oder die ganze Firma ermittelt und visualisiert werden. Ein ausgeklügeltes Hilfe- und Alarmsystem signalisiert und warnt, wenn zum Beispiel die Über- oder Krankheitsstunden eine definierte Zahl übersteigen, wenn Aufträge von wichtigen Kunden wie Verwaltungen ausbleiben oder wenn Mitarbeiter bei der Rechnungsstellung nicht à jour sind.

Und wie steht es mit den mobilitäts-basierten Produkten?

Morin: Unsere mobilitätsbasierten Produkte wie OF Mobile Service oder OF Mobile Termine waren erfolgreich. Sowohl bei bestehenden als auch von potenziellen Kunden. Wir werden daher unser Angebot in dieser Richtung verstärken. Dazu kamen noch die guten Feedbacks von jenen, die mit diesen bei- den Produkten ortsunabhängig Aufträge erstellen, Termine vergeben und ihre Mitarbeiter disponieren möchten. OF Mobile Order war auch ein Renner: Mit dieser Applikation kann man einfach und schnell auf seinem iPhone oder Android Smart- phone Material beim bevorzugten Lieferanten bestellen. Damit ist man nicht an einen Lieferanten gebunden. Artikel können ab Etiketten gescannt oder in sämtlichen IGH-Katalogen gesucht werden. Selbstverständlich greift die App auch auf eigene Kataloge zu. Und: Zu OF Mobile Order gibt es das Programm OF-Etiketten mit dem man in wenigen Klicks seine eigenen Lageretiketten erstellen kann.

Wie sieht das dann in der Umsetzung konkret aus?

Morin: Mit OF Mobile Service können Monteure direkt auf der Baustelle oder beim Kunden Material und Stunden aus Ausmassblättern erfassen, Material beim Grossisten bestellen, Kleinofferten unter anderem für Verwaltungen und Servicerechnungen erstellen. Die Daten werden mit der OF-4000-Installation automatisch synchronisiert, sobald das Tablet über eine Internetverbindung (3G, 4G, WLAN) verfügt. Mit diesem Tool können die Mitarbeiter auf dem Smartphone ihre direkten und indirekten Leistungsstunden erfassen und ins Büro übermitteln. Vorzugsweise wird das täglich am Ende des Arbeitstags gemacht. Im Büro ist so jederzeit sichtbar, wie viele Arbeitsstunden auf einer Baustelle aufgelaufen sind. Wochenrapporte, Ferienguthaben, Über-/Unterzeiten sind jederzeit abrufbar.

www.of-software.ch