Die Einkaufsvereinigung Haustechnik Schweiz (EHT) hat ihre Generalversammlung 2020 im Ochsen in Lupfig durchgeführt. (Bilder F.Lipp)

Geschäftsführer Fabian Saxer ...

... und Präsident Peter Umiker führten durch die Veranstaltung.

Generalversammlung 2020 der Einkaufspartner Haustechnik Schweiz

Die Einkaufsvereinigung Haustechnik Schweiz (EHT) hat ihre Generalversammlung 2020 in Lupfig durchgeführt. Sie kann wiederum auf ein sehr erfreuliches Geschäftsjahr zurückblicken.

«Etwas verspätet, aber wir sind doch da, liebe Mitglieder, Lieferanten, Partner und Freunde Damen und Herren, und ich heisse Sie hier in Lupfig herzlich willkommen», sagte der Präsident Peter Umiker an der Generalversammlung 2020 der Einkaufsvereinigung Haustechnik Schweiz (EHT) zu seinem Publikum. «Wir sind weniger als sonst, aber mehr als wir erwartet haben. Wir wollten ein deutliches Zeichen setzen, dass es endlich wieder vorwärts gehen muss - etwas anders als gewohnt aber vorwärts. Warten ist für mich keine Option und zwar nie! Darum sind wir Unternehmer», so Umiker. «Wir beeilen uns auch ein bisschen, damit wir schnell wieder an die frische Luft können. Doch übertreiben wollen wir auch nicht. Wirtschaftlich können wir uns das kein 2. Mal leisten. Über Virologen, Aussagen, Massnahmen und Verbote könnten wir heute ewig diskutieren. Der Stand der Dinge heute ist: 300 Infektionen bei 10 000 Tests, das sind 3%. Davon sind 80% ohne Symptome und nur gut 1% machen Probleme - einfach mal zur Verdeutlichung hier!»

Der Präsident betonte noch die neuen Herausforderungen durch die 4ährige Lehre: «Nur damit ist es nicht getan, damit haben wir keine besseren Lehrlinge. Jetzt sind wir alle gefragt, nur schon um die Jungen für unseren Berufszweig zu motivieren, damit sie keine andere Lehre ergreifen, die nur 3 Jahre geht! Da müssen wir voll Gas geben und offen für Neues sein.»

Umsatzsteigerung von mehr als 13%

«Wir können auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken», sagte Geschäftsführer Fabian Saxer zum Bericht über das Geschäftsjahr 2019. «Bei rund 250 Mitgliedern haben wir einen Bruttoumsatz von knapp 26,9 Mio. Franken erreicht. Der Vorjahresumsatz lag bei rund 23,7 Mio. Franken. Damit war das vergangene Geschäftsjahr mit einer Umsatzsteigerung von mehr als 13% ein sehr erfolgreiches für die EHT.“

Anfang 2019 musste die EHT den Betriebsstillstand des jahrelangen Partnerlieferanten und auch bereits schon der WMK die Cipag AG zur Kenntnis nehmen. „Die fehlenden Umsätze konnten durch die Domotec und Elcotherm nahtlos übernommen und sogar gesteigert werden“, meinte Saxer. „Mit einem Bruttoumsatz von knapp 5,25 Mio. Franken weisen Domotec und Elco hier ein beachtliches Umsatzwachstum von mehr als 15% aus. Bei der Firma Pestalozzi haben unsere Mitglieder für über 2,5 Mio. Franken Waren eingekauft. Dies entspricht einem soliden Resultat und rund 60 000 Franken mehr Umsatz wie im Vorjahr.»

Mutationen

Im Geschäftsjahr 2019 waren drei neue Mitglieder und 7 Austritte zu verzeichnen, wovon 2 Mitglieder von anderen Unternehmungen übernommen wurden und die restlichen keine oder nur geringe Umsätze aufwiesen. Der aktuelle Mitgliederbestand per Ende Jahr beträgt 249. „Allerdings: seit Jahren können wir einen kleinen jedoch stetigen Mitgliederschwund feststellen,“ betonte der Geschäftsführer. „Die Hauptgründe dafür sind Betriebsaufgaben, Null-Umsätze, sowie Zusammenschlüsse zum Beispiel BKW Group. Daran müssen wir arbeiten.“

Keine Debitorenverluste im Geschäftsjahr 2019

Die Jahresrechnung 2019 der EHT zeigt einen Gewinn von 6649 Franken auf. Dank der Umsatzsteigerung erhielten die Mitglieder rund 670 000 Franken an Rückvergütungen und Bonus zurückerstattet, was rund 55 000 Franken mehr als im Vorjahr ist. Die Spannweite der Auszahlung an die Mitglieder reicht von 150 minus bis zu über 68 000 Franken. Die Bilanzsumme beträgt 2,5 Mio. Franken.

Wahlen

An der EVT-GV ist Fabian Käufeler für den zurücktretenden Kurt Jetzer in den Vorstand gewählt worden. Für den bisherigen langjährigen Revisor Hans Gloor wurde Rolf Gehrig gewählt.

Geselliges Ausklingen der Generalversammlung

Dem wurde auch in diesem Jahr wieder mit freudiger Erwartung entgegengeblickt: dem Apéro und dem Übergang zum angenehmen Teil mit Berner Platte riche, der reichhaltigen Tombola, dem Verteilen der Schnapsflaschen und der Badenersteine. Das gesellige Zusammensein dauerte bis in den späteren Abend hinein.

www.eht-schweiz.ch


«Ein allgemeiner Umsatzzusammenbruch ist ausgeblieben»

Nachgefragt bei Fabian Saxer, Geschäftsführer EHT

Sie haben vor 2 Jahren die Nachfolge von ihrem unerwartet verstorbenen Onkel Peter Saxer übernommen. Wie haben Sie Ihre erste Zeit als Geschäftsführer von EHT erlebt?

Seit ich im Februar 2016 bei meinem Onkel als Unterstützung in seinem Treuhandbüro dabei war, wurde ich jeweils bei allen laufenden EHT-Geschäftstätigkeiten miteingebunden. Auch bei den Vorstandsitzungen wurde ich aktiv involviert. So hatte ich die Möglichkeit bereits vor der Übernahme der Geschäftsführung, den Verein und dessen Struktur, Mitglieder und Lieferanten kennenzulernen. Diese ersten Erfahrungen als stellvertretender Geschäftsführer und das perfekt eingespielte Team in der Administration und Buchhaltung der EHT hatten mir den erfolgreichen Einstieg überhaupt erst ermöglicht.

Wie hat sich die aktuelle Krise bei Ihnen ausgewirkt?

Aufgrund des engen Kontakts und geführten Gesprächen mit unseren Mitgliedern haben wir festgestellt, dass sich die Krise je nach geografischem Tätigkeitsgebiet und der Unternehmensgrösse unterschiedlich ausgewirkt hat. Bis anhin sind die meisten unserer Mitglieder von der Krise lediglich punktuell beeinflusst worden. Aufgrund der verzeichneten Umsätze können wir keine Rückschlüsse auf die einzelnen wirtschaftlichen Lagen von unseren Mitgliedern schliessen, ein allgemeiner Umsatzzusammenbruch ist bis jetzt jedoch ausgeblieben. Allfällige Folgen eines zweiten Lock Downs sind jedoch kaum abschätzbar.

Sind Sie zufrieden mit dem bisher erreichten?

Ziel ist es, durch starke Mitglieder starke Lieferanten zu gewinnen und umgekehrt. In den letzten 2 Geschäftsjahren konnten wir bereits 3 neue sehr starke Lieferanten von uns überzeugen und dürfen mit der Buderus Heiztechnik AG, der Zehnder Group AG und der Würth AG namhafte und auf dem Markt sehr erfolgreiche Lieferanten zu unseren Partnerlieferanten zählen. Der Vorstand und ich sind mit dem Erreichten in den letzten Jahren durchaus zufrieden und nehmen dies zugleich als Motivation, auch weiter für unsere Mitglieder und Partnerlieferanten eine optimale Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Was sind Ihre Zielsetzungen für 2021?

An oberster Stelle stehen bei uns die Mitglieder. Durch die Zusammenarbeit mit starken Partnerlieferanten ermöglichen wir den Mitgliedern einen optimierten Einkauf zu fairen Konditionen. So können alle Beteiligten von der EHT profitieren.

Wie der Präsident an der Generalversammlung bereits erwähnte, sind wir, der Vorstand und ich, weiterhin dran, neue innovative Partnerlieferanten zu finden, um unseren Mitgliedern eine noch umfassendere Produktepallette anbieten zu können.