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18. Status-Seminar 2014: Suffizienz im Bauwesen als Schwerpunktthema

Klausabende der Ostschweizer Gewerbe- und Kurs-Instruktoren

«Es war einmal vor vielen, vielen Jahren, im letzten Jahrhundert».So oder ähnlich könnte man die Klausabende oder einfach die jährlich stattfindenden, ungezwungenen Abendessen vor Weihnachten in einer Pizzeria in Oberuzwil, in der tiefsten Provinz der Ostschweiz, auch nennen. Dieses Mal luden Norbert Strässle, emerierter Sanitär- und Spengler-Fachlehrer an der GBS St. Gallen und Walter Zanvit, Sanitärfachlehrer am Thurgauischen Bildungszentrum für Technik, zu einem gemütlichen Abend ein.

Während wir uns das feine Essen im Piocchio zu Gemüte führten, erzählte Nöbi diverse Episoden aus dem Berufsleben sowie auch aus dem schulischen Bereich. Für jeden der Anwesenden wurden persönliche Daten und Episoden zum Besten gegeben. Das Rad der Zeit wurde bis nach Obfelden, ehemals höchste religiöse Pilgerstätte aller Schweizer Installateure, zurück gedreht.

Walter Zanvit unterstrich in seinen Ausführungen, wie wichtig es gerade in der heutigen, schnellebigen Zeit sei, die zwischenmenschlichen Kontakte aufrecht zu halten. In einer Zeit, wo sich in unserer Gesellschaft Niedergeschlagenheit und Zukunfsangst breit machen, braucht es starke Persönlichkeiten in einem kollegialen Team, welche unseren Berufsnachwuchs zu erstklassigen Berufsleuten ausbildet.

Wer macht sich schon Gedanken, was ein Fachlehrer oder Kursinstruktor, nebst den vorgeschriebenen Themen, sei es beruflich oder schulisch, noch zusätzlich zu bewältigen hat. Das steht in keinem Lehrbuch! Anstand, Umgang mit Menschen, Pflichbewusstsein, Berufsstolz. Diese Ausdrücke könnten noch um ein Vielfaches verlängert werden. Natel und Energie-Drinks sind die einzig wahren Dinge, welche viele Eltern ihren Kindern mit auf den Lebensweg gegeben.

Man hat vielleicht Umgang mit den falschen Kollegen, aus der Schweiz oder auch aus Absurdistan. Man ist in der Pubertät und alles ist einem plötzlich «Scheisse». Man will aussteigen, bevor man eigentlich richtig eingestiegen ist ...a>Mit diesen oder ähnlichen Dingen ist das Lehrpersonal länger je mehr konfrontiert. Daher, so Walter Zanvit, ist es wichtig, dass man seinen Lehrerkollegen voll und ganz trauen kann, einen Rat oder ein Modell erhalten kann. Es sollten keine «kleinen Könige» auf ihrer Weisheit sitzen, es geht wirklich um unseren jungen Nachwuchs, in menschlicher wie in fachlicher Hinsicht.

Da tragen auch die jährlichen Zusammenkünfte vor Weihnachten, also der besinnlichsten Zeit des Jahres, zu einem noch besseren Zusammenhalt bei.

 

Ernst Tanner / Herisau