Die sieben Goldmedaillen-Gewinner 2021 und drei suissetec-Prominente: suissetec-Zentralpräsident Daniel Huser, Florian Kopp, Alec Steven Gwerder, Jonathan Melcarne, Musiker und suissetec-Botschafter Bligg, Simon Moser, Lukas Pfäffli, Vinith Vijayakumar, Marcel Koch, suissetec-Direktor Christoph Schaer. (Foto: suissetec)

Sieger Heizungsinstallateure: Platz 1: Lukas Pfäffli, Platz 2: Markus Kull, Platz 3: Lars Allenbach. (Foto: suissetec)

Sieger Sanitärinstallateure: Platz 1: Simon Moser, Platz 2: Silvan Küng, Platz 3: Florian Schmid. (Foto: suissetec)

Sieger Spengler: Platz 1: Marcel Koch, Platz 2: Lloyd Heibült, Platz 3: Amir Mohammad Attaii. (Foto: suissetec)

Sieger Lüftungsanlagenbauer: Platz 1: Jonathan Melcarne, Platz 2: Marc Schuetz, Platz 3: Sven Bossart. (Foto: suissetec)

Sieger Gebäudetechnikplaner Heizung: Platz 1: Vinith Vijayakumar, Platz 2: Dario Bellini, Platz 3: Mauro Limacher. (Foto: suissetec)

Sieger Gebäudetechnikplaner Sanitär: Platz 1: Alec Steven Gwerder, Platz 2: Jael Rossi, Platz 3: Adrian Halilaj. (Foto: suissetec)

Sieger Gebäudetechnikplaner Lüftung: Platz 1: Florian Kopp, Platz 2: Lia Bühler, Platz 3: Mika Waldmeier. (Foto: suissetec)

Heizungsinstallateurin Amélie Julie Widmer aus Zollbrück BE. (Foto: Andreas Walker)

Heizungsinstallateurin Amélie Julie Widmer aus Zollbrück BE. (Foto: Andreas Walker)

Heizungsinstallateur Timo Stettler aus Steffisburg BE. (Foto: Andreas Walker)

Heizungsinstallateur Timo Stettler aus Steffisburg BE. (Foto: Andreas Walker)

Heizungsinstallateur Lukas Pfäffli aus Därstetten BE. (Foto: Andreas Walker)

Heizungsinstallateur Lukas Pfäffli aus Därstetten BE. (Foto: Andreas Walker)

Heizungsinstallateur Lars Allenbach aus Adelboden BE. (Foto: Andreas Walker)

Sanitärinstallateur Silvan Küng aus Auw AG. (Foto: Andreas Walker)

Sanitärinstallateur Ergün Cimen aus Luterbach SO. (Foto: Andreas Walker)

Sanitärinstallateur Simon Moser aus Heimisbach BE. (Foto: Andreas Walker)

Spengler Lloyd Heibült aus Oberrohrdorf AG. (Foto: Andreas Walker)

Fachgespräch zwischen Kandidat und Experte am Posten Dusch-WC. (Foto: Andreas Walker)

Spengler Nico Reusser aus Brenzikofen BE (vorne) und Lloyd Heibült aus Oberrohrdorf AG (hinten). (Foto: Andreas Walker)

Spengler Nico Reusser aus Brenzikofen BE. (Foto: Andreas Walker)

Lüftungsanlagenbauer Sven Bossart aus Dettighofen TG. (Foto: Andreas Walker)

Lüftungsanlagenbauer Sven Bossart aus Dettighofen TG. (Foto: Andreas Walker)

Lüftungsanlagenbauer Sven Bossart aus Dettighofen TG. (Foto: Andreas Walker)

Mehrere Gebäudetechnikplaner bei der Arbeit. (Foto: Andreas Walker)

Mehrere Gebäudetechnikplaner bei der Arbeit. (Foto: Andreas Walker)

Mehrere Gebäudetechnikplaner bei der Arbeit. (Foto: Andreas Walker)

Mehrere Gebäudetechnikplaner bei der Arbeit. (Foto: Andreas Walker)

Mehrere Gebäudetechnikplaner bei der Arbeit. (Foto: Andreas Walker)

62 Teilnehmende zeigten ihr Können an der Herbstmesse in Solothurn (HESO21)

Schweizermeisterschaften der Gebäudetechnik 2021: Dieses Jahr kämpften 62 frisch gebackene Berufsleute um die begehrten Goldmedaillen, indem sie anspruchsvolle Aufgaben innert einer vorgegebenen Frist bewältigen mussten.

Die Schweizermeisterschaften der Gebäudetechnik wurden in diesem Jahr im Rahmen der Herbstmesse Solothurn HESO ausgetragen. Dieser Wettbewerb wird jedes Jahr vom Gebäudetechnikverband suissetec durchgeführt, wobei die Fähigkeiten und Arbeitstechniken der Teilnehmenden in den Berufen Heizungsinstallateur/in, Lüftungsanlagenbauer/in, Sanitärinstallateur/in, Spengler/in und Gebäudetechnikplaner/in Sanitär, Heizung und Lüftung geprüft und bewertet werden.
Die Schweizermeisterschaften in den Berufen Heizungsinstallateur/in EFZ, Lüftungsanlagenbauer/in EFZ, Spengler/in EFZ und Sanitärinstallateur/in EFZ wurden bereits zum 31. Mal durchgeführt. Gleichzeitig wurde bereits zum 11. Mal ein Wettkampf der Gebäudetechnikplaner/innen EFZ in den drei Fachrichtungen Sanitär, Heizung und Lüftung veranstaltet.

Handwerk auf hohem Niveau
Am Stand von suissetec konnten die Besucherinnen und Besucher die handwerklichen und planerischen Kniffe der Gebäudetechnik hautnah mitverfolgen und sehen, wie die jungen Berufsleute die gestellten Herausforderungen mit Bravour lösten. Die Wettbewerbsaufgaben stellten hohe Anforderungen und mussten unter erheblichem Zeitdruck gelöst werden. Die Arbeitsstücke nach Wettkampfschluss waren ausschliesslich von qualitativ höchstem Niveau.
Die Besten von ihnen haben die Möglichkeit, an einer zusätzlichen Qualifikation für die WorldSkills 2022 in Shanghai (Sanitär- und Heizungsinstallateure) sowie für die EuroSkills 2023 in St. Petersburg (Spengler) teilzunehmen.
Hauptsponsoren der Schweizermeisterschaften der Gebäudetechnik waren in diesem Jahr Debrunner Acifer und Geberit.

Die sieben Schweizermeister 2021
Das sind die Schweizermeister 2021 der Gebäudetechnikberufe: Lukas Pfäffli aus Därstetten BE (Heizungsinstallateur EFZ), Marcel Koch aus Appenzell Steinegg AI (Spengler EFZ), Simon Moser aus Heimisbach BE (Sanitärinstallateur EFZ) und Jonathan Melcarne aus Bern BE (Lüftungsanlagenbauer EFZ) sicherten sich die Goldmedaille in den handwerklichen Berufen. Bei den Gebäudetechnikplanern EFZ siegten Alec Steven Gwerder aus Kalpetran VS (Fachrichtung Sanitär), Vinith Vijayakumar aus Uster ZH (Fachrichtung Heizung) sowie Florian Kopp aus Oberwil b. Zug ZG (Fachrichtung Lüftung).

Darauf legte die Jury Wert

Heizungsinstallateure/innen: Mit den unterschiedlichsten Arbeitstechniken und aus den verschiedensten Materialien des Heizungsbereichs erstellten die Heizungsinstallateure/innen ein komplexes Modell mit geschlossenem Wasserkreislauf. Dabei wurden Rohre erhitzt und gebogen und unterschiedlich grosse Rohre miteinander verbunden oder vorfabrizierte Rohrbogen eingebaut. Um die Metalle miteinander zu verbinden mussten die Wettbewerbsteilnehmenden verschiedene Schweiss- und Löttechniken anwenden.
Die Rohrleitungen mussten am Ende vollständig dicht sein, damit nirgends Wasser aus dem Kreislauf austreten konnte. Die Experten nahmen alle Masse genau unter die Lupe, zudem wurde das Werkstück auch nach ästhetischen Gesichtspunkten bewertet. Hier konnten Kandidaten mit gelungenen Schweissnähten punkten.
Abgerundet wurde die Wettbewerbsaufgabe mit dem Anschliessen eines Sonnenkollektors. Bei diesem Anschluss wurde nichts vorgegeben, ausser dass er mit Kupferrohren erstellt werden musste. Die Teilnehmenden konnten die Leitungsführung selber bestimmen. Die Zeitvorgabe betrug 18 Stunden.

Spengler/innen: Die Spengler/innen verpackten mit verschiedenen Materialien wie Kupferblech, legiertem Zink, rostfreiem Stahlblech oder Aluminium ein verkleinertes Modell eines Daches und einer Fassade. Besonders anspruchsvoll waren die vielen Detailarbeiten, etwa die Trauf-, First- und Fensterabschlüsse, die Übergänge von Fassade zum Dach, sowie der einzelnen Fassadenübergänge.
Das Bedachungsmaterial wurde verdeckt in die bestehende Holzkonstruktion befestigt, damit das Dach Wind und Wetter standhält. Das Dach musste am Ende dicht sein, damit kein Wasser ins Gebäude gelangen kann und es musste den ästhetischen Anforderungen der Aufgabe der Kundschaft (Architekten, Bauherren, Planer) genau entsprechen.
Zudem wurden auch alle Details bewertet, z.B. ob die richtigen Arbeitstechniken angewendet wurden, ob die Masse stimmten und ob die Details nach den Vorgaben gelöst wurden. Schliesslich bewerteten die Experten auch das Gesamtbild. Kandidaten mit einer Arbeit, die frei von Kratzern und Beulen war, sowie einer sauberen Arbeitstechnik, konnten hier punkten. Die Zeitvorgabe betrug 16 Stunden.

Sanitärinstallateure/innen: Die Sanitärinstallateure/innen installierten ein realitätsnahes, vorgegebenes Vorwandsystem mit Warm-, Kalt- und Abwassersystem. An zwei unterschiedlichen Posten (Dusch-WC, Armaturen und Solaranlage) mussten die Kandidaten die Funktion der Anlagen erklären können und mit einem Experten ein stündiges Fachgespräch im Sinne eines Kunden- oder Reparaturauftrags führen.
Eine Kreativaufgabe, welche als Zeitwettkampf zwischen den Kandidaten ausgetragen wurde, rundete den Wettkampf ab. Die Zeitvorgabe betrug 15 Stunden.

Lüftungsanlagenbauer/innen: Im Zentrum der Konstruktion, welche die Lüftungsanlagenbauer/innen erstellten, stand ein Monobloc, jenes Bauteil, in welchem die Luft je nach Bedürfnis gefiltert, erwärmt, gekühlt, befeuchtet oder entfeuchtet und durch den Ventilator befördert wird. Die Kandidaten erstellten für diesen Monobloc eine Tragkonstruktion. Zudem wurden verschiedene Lüftungskanäle und Rohre an die Saugseite und die Druckseite angeschlossen. Die Teilnehmenden montierten die Formstücke, schnitten Lüftungsrohre zu und verbanden sie miteinander. Ausserdem montierten sie Regelgeräte sowie Kontrolldeckel für Reinigung und Messinstrumente.
Die Experten bewerteten die Genauigkeit der Masse und die Verarbeitung des Blechs. Zudem achteten sie darauf, ob bei der Konstruktion irgendwo Luft ausströmt, wo dies nicht vorgesehen ist und ob im Betrieb der Anlage keine Vibrationen auftreten. Die Zeitvorgabe betrug 16 Stunden.

Gebäudetechnikplaner/innen: Die Gebäudetechnikplaner/innen hatten folgende Aufgabe: Eine private Bauherrschaft hat den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses in Auftrag gegeben und legt grossen Wert darauf, dass die Anlage einwandfrei funktioniert und den Anforderungen an eine erstklassige und gleichzeitig wirtschaftliche und praxisnahe Ausführung entspricht. Zudem wünscht sie sich eine nachhaltige Bauweise. Dies bedeutet, dass für die Wärmeerzeugung keine fossilen Brennstoffe verwendet werden, und der Warmwasser-Bedarf mit einer thermischen Solaranlage gedeckt werden soll.
Die Gebäudetechnikplaner/innen zeichneten und berechneten je nach Fachrichtung die sanitären, die lüftungs- oder die heiztechnischen Anlagen. Insbesondere waren Grundrisse, Schnitte und Schemata zu zeichnen und auch technische Berechnungen durchzuführen, sowie Komponenten richtig auszulegen, z. B. die Wärmeerzeuger und Energiespeicher, sowie sicherheitstechnische Einrichtungen im Bereich Heizung oder das Luftaufbereitungsgerät im Bereich Lüftung. Im Bereich Sanitär waren es die Ver- und Entsorgungsleitungen sowie die Warmwasseraufbereitung durch eine thermische Solaranlage.
Die Zeitvorgabe in den Fachrichtungen Heizung, Lüftung und Sanitär betrug jeweils 16 Stunden.

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