Der aktuelle VDSS-Vorstand: Stephan Fankhauser, Gregor Bless, Peter Gisler, René Fasler, Bea Feusi, Marcel Filli (neu), Franz-Josef Zenhäusern (neu), Tobias Sprecher.

Die anwesenden Spenglermeisterinnen: Adrienne Fichter, Sandra Portier, Nicole Fankhauser.

Besonderer Kirchenbesuch in Zermeiggern: Während des historischen Rückblicks durch den Pfarrer zum lokalen Stausee und seinen Kraftwerken gab es für alle Zuhörer ein Glas Walliser Wein.

Empfang mit Walliser Wein und üppigem Apéro.

Diplomierte Spenglermeister/-innen der Schweiz führten ihre GV dieses Mal in Saas-Almagell durch

Spenglermeister trafen sich im Wallis

Im Mittelpunkt der alljährlichen Generalversammlung der Spenglermeister/-innen standen die reichen Aktivitäten des Vereins, die Zusammenarbeit mit den Partnern im Bereich Spenglerei/Gebäudehülle, die Aufnahme und Ehrung der jungen Neudiplomierten.

Das Wallis ist immer eine Reise wert. Diesmal führte der Weg nach SaasAlmagell, ins Wellnessparadies Hotel Pirmin Zurbriggen. Dabei waren rund 80 Spenglermeister/-innen, viele davon mit Partner/-in, um nebst dem Beruflichen und Gesellschaftlichen auch die hiesige Natur und das schöne Wellnessangebot vom Gastgeberort geniessen zu können. Organisiert wurde der Anlass durch den Walliser Spenglermeister Franz-Josef Zenhäusern und seine Frau Ariane aus Steg. Zenhäusern wurde übrigens am Anlass zusammen mit Marcel Filli aus Rubigen (Kt. Bern) neu in den nun wieder vollständigen Vorstand gewählt.

Inzwischen zählt der Verein der diplomierten Spenglermeister der Schweiz (VDSS), ein Zusammenschluss der Metall- und Gebäudehüllenspezialisten, 434 Mitglieder. Kurt Anthamatten, Gemeindepräsident, erwies den Spenglermeistern die Ehre mit seiner Begrüssung als Regionalbotschafter beim Willkommensapéro der GV, offeriert von der Gemeinde.

Vielfältige Aktivitäten

VDSS-Präsident René Fasler freute sich, in seinem Jahresbericht auf die vielen Höhepunkte des vergangenen Jahres zurückzublicken. Er verwies auf den erfolgreichen Abschluss der siebten Durchführung der «Goldenen Spenglerarbeit», auf den des erfolgreichen Weiterbildungsseminars zum Thema Digitalisierung ebenso wie auf die gute Zusammenarbeit mit dem Hauptverband suissetec bei der Revision der Berufslehre, die ab 2020 mit völlig neuer Struktur und definierten Kompetenzzielen von 3 auf 4 Jahre ausgebaut wird. Die Fachleute hoffen, hiermit die Attraktivität und die qualitative Ausbildung für den wichtigen Spenglerberuf auch für die Zukunft zu fördern und zu sichern.

Aufmerksamkeit für den Spenglerberuf
Die vielen auftretenden Referenten gaben einen schönen Einblick in die grosse Aktivitätsdynamik, die den Verein auszeichnet. Bernard Trächsel liess die «Goldene Spenglerarbeit 2018» noch einmal Revue passieren. Die 23 tollen, mitwirkenden Bauten wurden breit veröffentlicht. Sie illustrierten das Titelblatt von vier Fachmagazinen, erschienen als Publikation auf über 200 Druckseiten in über 30 Tages- und Fachzeitungen im In- und Ausland. Überdies wurden die ausgezeichneten Bauten in einer 88-seitigen Broschüre gewürdigt und an rund 28000 Bauinteressierte zugestellt. Der VDSS ist stolz, alle drei Jahre «Juwelen seiner Mitglieder über diesen Wettbewerb der breiten Öffentlichkeit vorzustellen».

Berufswissen im schönen Einband
Viktor Scharegg, Mitglied im suissetecZentralvorstand, präsentierte das neue, über 500 Seiten umfassende suissetecFachbuch «Fachrichtlinien Spenglerarbeiten», das alles heute Wissenswerte zu den Themen Normen, Planung, Metallkunde und Befestigungstechniken, Entwässerung, Einbau Solaranlagen, geneigtes Dach, Flachdach, Blitzschutz und Fassaden in sich vereint. Dieses neue Fachwerk ist für jeden Spenglerfachmann ein «Muss», und für jeden
Architekten und Bauinteressierten als Lektüre oder Nachschlagewerk empfohlen. International begrüsste die Teilnehmerschaft Mirco Siegler, Präsident des Internationalen Interessenbundes Baumetalle (iib), ein länderübergreifender Verbund von Gleichgesinnten, wo auch Schweizer Firmen aktiv mitwirken.

Besuch des Kraftwerks
Der zweite Tag führte die GV-Teilnehmer zur lokalen Kirche, wo sie über die bewegte Geschichte der 1959 gegründeten Kraftwerke Mattmark AG unterrichtet wurden. Staudamm und Kraftwerksanlagen entstanden mehrheitlich zwischen 1960 und 1965. Eine furchtbare Katastrophe überschattete die letzte Phase der Bauarbeiten. Am 30. August 1965 brach der Allalingletscher ab und verschüttete die Baustelle. Todesopfer waren zu beklagen. Der Staudamm von Mattmark ist der grösste Erddamm Europas. Die Produktion erfolgt in Zermeiggern und Stalden. Die Energieproduktion erbringt fast so viel Strom, wie alle Haushaltungen im ganzen Kanton Wallis benötigen.



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