Photovoltaik und Biodiversität
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Zwischen den PV-Modulen sind unterschiedliche Strukturen erkennbar: Totholz, Steinhaufen sowie verschieden aufgebaute Kies- und Substratflächen erhöhen die Vielfalt der Lebensräume auf dem Dach.

05.11.2026
Resul Djelili, Greenvolt AG / PW

Solardach wird zum Lebensraum

Photovoltaik und Biodiversität beanspruchen nicht zwingend getrennte Flächen. Ein Projekt in Dietikon zeigt, wie sich die Produktion von Solarstrom mit gezielten Strukturen für Pflanzen und Tiere verbinden lässt. Die Greenvolt AG plante und installierte die Photovoltaikanlage. Zwischen und neben den Modulen entstand gleichzeitig ein vielfältiger Lebensraum mit Totholz, Steinen sowie unterschiedlichen Kies- und Substratflächen.

Zwischen den PV-Modulen sind unterschiedliche Strukturen erkennbar: Totholz, Steinhaufen sowie verschieden aufgebaute Kies- und Substratflächen erhöhen die Vielfalt der Lebensräume auf dem Dach.

Zwischen den PV-Modulen sind unterschiedliche Strukturen erkennbar: Totholz, Steinhaufen sowie verschieden aufgebaute Kies- und Substratflächen erhöhen die Vielfalt der Lebensräume auf dem Dach.

Zwischen den PV-Modulen sind unterschiedliche Strukturen erkennbar: Totholz, Steinhaufen sowie verschieden aufgebaute Kies- und Substratflächen erhöhen die Vielfalt der Lebensräume auf dem Dach.

Zwischen den PV-Modulen sind unterschiedliche Strukturen erkennbar: Totholz, Steinhaufen sowie verschieden aufgebaute Kies- und Substratflächen erhöhen die Vielfalt der Lebensräume auf dem Dach.

Zwischen den PV-Modulen sind unterschiedliche Strukturen erkennbar: Totholz, Steinhaufen sowie verschieden aufgebaute Kies- und Substratflächen erhöhen die Vielfalt der Lebensräume auf dem Dach.

Zwischen den PV-Modulen sind unterschiedliche Strukturen erkennbar: Totholz, Steinhaufen sowie verschieden aufgebaute Kies- und Substratflächen erhöhen die Vielfalt der Lebensräume auf dem Dach.

Zwischen den PV-Modulen sind unterschiedliche Strukturen erkennbar: Totholz, Steinhaufen sowie verschieden aufgebaute Kies- und Substratflächen erhöhen die Vielfalt der Lebensräume auf dem Dach.

Zwischen den PV-Modulen sind unterschiedliche Strukturen erkennbar: Totholz, Steinhaufen sowie verschieden aufgebaute Kies- und Substratflächen erhöhen die Vielfalt der Lebensräume auf dem Dach.

Zwischen den PV-Modulen sind unterschiedliche Strukturen erkennbar: Totholz, Steinhaufen sowie verschieden aufgebaute Kies- und Substratflächen erhöhen die Vielfalt der Lebensräume auf dem Dach.

Zwischen den PV-Modulen sind unterschiedliche Strukturen erkennbar: Totholz, Steinhaufen sowie verschieden aufgebaute Kies- und Substratflächen erhöhen die Vielfalt der Lebensräume auf dem Dach.

Unterkonstruktion aus Betonelementen für Anordnung der PV-Module in Schmetterlingsform. (Fotos: Greenvolt AG)

Unterkonstruktion aus Betonelementen für Anordnung der PV-Module in Schmetterlingsform. (Fotos: Greenvolt AG)

Auf den ersten Blick ist es ein Solardach: Zahlreiche Photovoltaikmodule produzieren auf dem Flachdach eines Wohngebäudes in Dietikon erneuerbaren Strom. Dazwischen fällt jedoch etwas auf. Holzstämme liegen zu kleinen Strukturen aufgeschichtet, Steine bilden Haufen und die Oberfläche des Daches weist unterschiedliche Bereiche aus Kies und Substrat auf. Was zunächst unscheinbar wirkt, erfüllt einen wichtigen Zweck: Das Dach soll nicht nur Energie produzieren, sondern gleichzeitig Lebensraum bieten.


Kleine Strukturen schaffen unterschiedliche Lebensräume

Biodiversität entsteht nicht allein dadurch, dass ein Dach begrünt wird. Entscheidend ist auch die Vielfalt der vorhandenen Strukturen. Unterschiedliche Materialien, Substrathöhen sowie sonnige und schattigere Bereiche schaffen verschiedene Mikrohabitate. Genau hier setzt das Konzept in Dietikon an.

Die eingebrachten Totholzelemente sind beispielsweise weit mehr als gestalterische Elemente. In der Natur ist abgestorbenes Holz ein wichtiger Bestandteil zahlreicher Lebensräume. Spalten, Ritzen und Hohlräume können Insekten Schutz und Rückzugsmöglichkeiten bieten. Mit zunehmender Verwitterung verändert sich das Holz weiter und bietet wiederum anderen Organismen Lebensraum.

Auch die bewusst angelegten Steinhaufen erhöhen die Strukturvielfalt. Zwischen den einzelnen Steinen entstehen geschützte Hohlräume, während sich die sonnenexponierten Oberflächen tagsüber erwärmen. Damit entstehen auf kleinem Raum unterschiedliche Bedingungen für verschiedene Kleintiere und Insekten.

Eine weitere wichtige Rolle spielen offene Kies-, Sand- und Substratbereiche. Viele Wildbienenarten nisten nicht in klassischen «Insektenhotels», sondern legen ihre Nester im Boden an. Geeignete offene und möglichst wenig gestörte Bodenstellen können deshalb wertvolle Nistmöglichkeiten schaffen. Welche Arten sich tatsächlich ansiedeln, hängt dabei von zahlreichen Faktoren ab – unter anderem vom verwendeten Material, der Vegetation und den Lebensräumen in der Umgebung.


Nicht überall muss dasselbe wachsen

Für die ökologische Qualität eines Daches ist gerade die Unterschiedlichkeit interessant. Bereiche mit verschiedenen Substraten und Substrathöhen speichern Wasser unterschiedlich lange und bieten Pflanzen unterschiedliche Wachstumsbedingungen. Sonnige, trockene Stellen können sich anders entwickeln als Bereiche im Schatten oder Halbschatten der PV-Module.

Dadurch entsteht ein Mosaik verschiedener Kleinstlebensräume. Anstelle einer möglichst einheitlichen Dachfläche werden bewusst unterschiedliche Bedingungen geschaffen. Entwickelt sich darauf eine standortgerechte und vielfältige Vegetation, kann diese wiederum Nahrung in Form von Pollen und Nektar für Wildbienen und andere Insekten bereitstellen.

Auch die Photovoltaikanlage selbst beeinflusst diese kleinräumigen Bedingungen: Die Module sorgen stellenweise für Beschattung und verändern, wie Niederschlag auf die Dachfläche gelangt. Direkt neben stärker besonnten und trockenen Bereichen können dadurch geschütztere Zonen entstehen. Für die Biodiversität kann gerade diese Vielfalt an Standortbedingungen interessant sein.

 

Solarstrom und Natur auf derselben Fläche

Damit diese Strukturen überhaupt Platz finden, muss die Mehrfachnutzung des Daches früh berücksichtigt werden. Die Greenvolt AG plante und installierte die Photovoltaikanlage deshalb so, dass neben einer sinnvollen Nutzung der Fläche zur Stromproduktion auch ausreichend Freiräume für die vorgesehenen Biodiversitätsmassnahmen vorhanden waren. Die ökologische Ausgestaltung dieser Bereiche konnte anschliessend durch das Dachdeckergewerk erfolgen.

Das Projekt zeigt damit einen Ansatz, der gerade im dicht bebauten Siedlungsraum an Bedeutung gewinnen kann: Eine Dachfläche muss nicht nur eine einzige Aufgabe erfüllen. Sie kann Gebäude schützen, erneuerbaren Strom produzieren und gleichzeitig neue Lebensräume schaffen.

Aus einem technisch genutzten Flachdach wird so ein vielfältigerer Ort – mit Solarmodulen ebenso wie mit Holz, Steinen, Substrat und Vegetation. Es sind vergleichsweise kleine Strukturen, die in ihrer Kombination einen Unterschied machen können. Das Dach in Dietikon zeigt damit, wie sich Energiewende und Förderung der Biodiversität auf derselben Fläche zusammendenken lassen.

 

greenvoltag.ch


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