Energiemanagement

Die Fernwärme gewinnt im europäischen Wärmemarkt an Bedeutung. Ein EU-Forschungsprojekt soll aktuelle Rahmenbedingungen der Fernwärme analysieren und den Know-how-Transfer in Richtung des Einsatzes erneuerbarer Energien unterstützen. (Bild: Verenum AG, Stefan Thalmann)

EU-Forschungsprojekt zu erneuerbarer Fernwärme

Das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, «Horizont 2020», fördert Wege zur Lösung gesamtgesellschaftlicher Herausforderungen wie des Klimawandels. Dazu gehört auch das neu lancierte Projekt RES-DHC, welches zum Ziel hat, den Anteil erneuerbarer Energien für Fernwärme und -kältesysteme in urbanen Versorgungsregionen zu steigern.

Unter dem Titel «Renewable Energy Sources in the District Heating and Cooling» (RES-DHC) haben sich 15 Projektpartner aus 8 Ländern zusammengeschlossen – darunter Forschungsinstitute, Unternehmen und Städte aus den Ländern Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich, Polen und Dänemark sowie der europäische Dachverband EuroHeat & Power mit Sitz im belgischen Brüssel.
Dieses Projekt zielt darauf ab, Schlüsselfiguren wie Branchenakteure und politische Entscheidungsträger bei der Erreichung der projektspezifischen Ziele zu unterstützen. Insbesondere konzentriert sich das Projekt auf das Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energien in Fernwärmesystemen zu erhöhen. In sechs Modellregionen werden im Rahmen des Projekts nun Erfahrungen gesammelt, wie die Transformation der Fernwärmesysteme am besten gelingen kann. Es gilt, Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu schulen und sie miteinander zu vernetzen. Der Transfer von Know-how und Best-Practice-Beispielen aus den Modellregionen soll die Replizierbarkeit der Projektergebnisse erhöhen und ihre Wirkung maximieren.

Fallstudien

Folgende Partner sind am EU-Projekt RES-DHC beteiligt:
•    Deutschland: Solites Steinbeis Innovation; AGFW-Projektgesellschaft für Rationalisierung, Information und Standardisierung , HIR Hamburg Institut Research
•    Österreich: Stadt Graz; Energie Graz ; AEE – Institut für Nachhaltige Technologien
•    Italien: IREN, Ambiente Italia
•    Polen: Szczecinska Energetyka Cieplna
•    Frankreich: Auverne Rhone-Alpes Energie Environnement, Commissariat à l’Energie Atomique et aux Energies Alternatives (CEA)
•    Schweiz: Planair, Verenum
•    Dänemark : Planenergi
•    Belgien: Euroheat & Power


Die Schweizer Partner des europäischen Forschungsprojekts, Planair SA und Verenum AG, freuen sich über die Gelegenheit, die Marktentwicklung von erneuerbaren Lösungen für die Fernwärme in der Schweiz zu stärken. Die erste Projektphase hat mit der Analyse der aktuellen Rahmenbedingungen bereits begonnen. Fallstudien, Information für Fernwärmebetreiber über Finanzierungsmöglichkeiten, Entwicklung von Entscheidungshilfetools und Bildungsaktivitäten gehören zu den Massnahmen, die im Projekt geplant sind. Ausserdem wird eine Begleitgruppe für das Projekt gegründet an den alle interessierte Marktakteure eingeladen sind, teilzunehmen. Manche wichtigen Akteure haben schon ihr Interesse bestätigt. Eine Webseite wird sobald möglich alle Projektinfos und Ergebnisse präsentieren.