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Schmeatischer Aufbau des «Sunrise»-Telekops (Bild: © DLR)

Schmeatischer Aufbau des «Sunrise»-Telekops (Bild: © DLR)

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«Sunrise»: Deutsches Teleskop beobachtet Sonnenoberfläche

 

 

Fünf Tage lang die Sonne beobachten. Das ist die Mission des deutschen Sonnenteleskops «Sunrise», welches am 8. Juni gestartet ist. Von Esrange bei Kiruna in Nordschweden soll das über zwei Tonnen schwere Beobachtungsgerät in 30 Kilometern Höhe über dem Nordpolarmeer nach Nordkanada fliegen. Die Wissenschaftler des Max-Planck-Institutes für Sonnenforschung wollen dort oben Strukturen auf der Sonne ab einer Größe von etwa 35 Kilometern beobachten. In dieser Höhe ist die Restatmosphäre so gering, dass das ultraviolette Licht mit einer Wellenlänge von bis zu 200 Nanometern fast ungefiltert von den Instrumenten aufgenommen werden kann. Am Boden wären diese Beobachtungen nicht möglich, da die Ozon-Schicht und der Wasserdampf in der unteren Atmosphäre das UV-Licht größtenteils absorbieren.

 

«Sunrise» als Vorbereitung auf Weltraummission «Solar Orbiter»

 

Das Ziel der Wissenschaftler ist es, erstmals die Bewegung und magnetische Orientierung feiner Strukturen im heißen Plasma, d.h. dem ionisierten Gas in der Sonnenatmosphäre zu erfassen. Durch die Beobachtung dieser dynamischen Prozesse wollen Wissenschaftler die zugrundeliegenden physikalischen Kräfte und das Verhalten der Sonne als Ganzes besser verstehen lernen. «Sunrise» dient darüber hinaus auch der Vorbereitung der Weltraummission «Solar Orbiter» der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), deren Start für 2017 geplant ist.

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