Photovoltaik

118 %-PEB-MFH Hutter in Küsnacht ZH: Die PV-Dachanlage und die solaren Schiebeläden produzieren zusammen rund 17 400 kWh/a Solarstrom. Die 16 m2 grosse solarthermische Anlage auf dem Garagenvordach gewinnt 5300 kWh/a.

119 %-PlusEnergieBau der SIGA Manufacturing AG in Werthenstein LU: Am erweiterten Produktionsstandort produzieren die Dach- und Fassaden-PV-Anlagen rund 380 000 kWh/a.

99 %-EFH der Familie Ebneter in Appenzell AI: Das im traditionellen Holzbaustil errichtete Gebäude mit Solardach erntet jährlich gut 17 000 kWh erneuerbaren Strom. Das Geländer der Terrasse besteht aus lichtdurchlässigen Glas/Glas-Modulen.

126 %-PlusEnergie-MFH Zehnder: Fassade und Dach sind vollständig mit PV-Modulen belegt. Diese Anlagen ernten jährlich rund 42 000 kWh Solarstrom.

103 %-PlusEnergie-MFH Oeschger: Der Energiebedarf von 9 Wohnungen wird zu 103 % mit CO2-freiem PV-Strom gedeckt.

Grafik auf der Titelseite zum «Handbuch Eigenverbrauchsoptimierung» zeigt eine Vielzahl von Verbrauchern und Speichern, welche in das Optimierungssystem eingebunden werden können.

Schweizer Solarpreisträger 2019, Teil 3

Ende 2019 wurden die Schweizer Solarpreise und die Norman Foster Solar Awards vergeben. Hier zeigen wir eine weitere Auswahl von Vorzeigeprojekten mit gut integrierten Solaranlagen (T 3).

Bereits unzählige PlusEnergieBauten (PEB) zeigen, wie ein Gebäude dank guter Dämmung mit auf Dach- und Fassadenflächen angebrachten Solaranlagen mehr Energie (Wärme/Strom) gewinnen kann, als es im Jahresdurchschnitt selber benötigt.

118 %-PEB-MFH Hutter in Küsnacht ZH

Das gut gedämmte Vierfamilienhaus Hutter in der Gemeinde Küsnacht erfüllt dank dreifacher Fensterverglasung und Komfortlüftung den vorbildlichen Minergie-P-Baustandard.
Der Gesamtenergiebedarf des Holzelement-Neubaus mit Erdsonden-Wärmepumpe beträgt 19 200 kWh/a. Die gut integrierte 21 kW starke PV-Dachanlage und die an Schiebeläden montierte Fassadenanlage mit 3,9 kW generieren 17 400 kWh/a. Die solarthermische Anlage mit 16 m2 auf dem Garagendach liefert 5300 kWh/a Wärmeenergie. Das PlusEnergie-Mehrfamilienhaus weist eine Eigenenergieversorgung von 22 700 kWh/a oder 118 % auf. Der Solarstromüberschuss beträgt 3500 kWh/a. Damit können zwei Elektrofahrzeuge je 12 000 km pro Jahr CO2-frei fahren.
Die gelungene Integration der Solaranlage auf dem Dach, die PV-Schiebeläden und die Solarthermie-Anlage sind stimmig in den Holzelement-Neubau eingegliedert. Das ästhetisch ansprechende PlusEnergie-MFH erhielt den Norman Foster Solar Award 2019.

119 %-PlusEnergieBau in Werthenstein LU

Die PV-Anlagen des aus Schweizer Holz realisierten Industrie- und Forschungsgebäudes der Firma SIGA Manufacturing AG in Werthenstein wurden Ende 2018 in Betrieb genommen. Dank der Wärmerückgewinnungsanlage und der Verwendung von LED-Lampen liegt der Energiebedarf bei bloss 319 100 kWh/a. Die 432 kW starke, ost-westlich ausgerichtete PV-Anlage auf dem Dach erzeugt zusammen mit der süd-westlich ausgerichteten 40 kW starken Fassadenanlage insgesamt 380 000 kWh/a.
Die Eigenenergieversorgung liegt damit bei 119 %. Mit dem Solarstromüberschuss von 60 100 kWh/a können 43 Elektrofahrzeuge jährlich je 12 000 km CO2-frei fahren. Sechs Ladestationen stehen für Elektroautos gratis zur Verfügung.
Die teilweise transluzide PV-Fassadenanlage dient zugleich als Beschattung des Innenraums. Die Nutzung von Schweizer Holz für die Industriehalle und die Gebäudefassade sowie der Bau eines Naturgartens runden die vorbildlichen ökologischen Bau- und «Umweltbestandteile» des Baus ab. SIGA stärkt mit diesem PlusEnergie-Bau-Industriegebäude den Produktions- und Innovationsstandort Schweiz und bekam 2019 ein PlusEnergieBau-Diplom.

99 %-EFH der Familie Ebneter in Appenzell

Ladina und Dominik Ebneter-Tischhauser erstellten 2017 ihr Einfamilienhaus in der Gemeinde Appenzell. Bei der Planung des neuen EFH standen für die Eigentümer ökologische und regionale Materialien und ein hoher Energie-Eigenversorgungsgrad im Vordergrund. Der im traditionellen Appenzeller Holzbaustil errichtete Neubau weist einen Gesamtenergiebedarf von 17 300 kWh/a auf. Die 4,5-kW-PV-Dachanlage und die 2,4-kW-PV-Geländeranlage erzeugen zusammen 6500 kWh/a Solarstrom.
Die 76 m2 grosse thermische Dachanlage produziert mit 10 700 kWh/a rund 7 % des jährlichen Bedarfs für Heizung und Warmwasser. PV- und Solarthermie-Dachanlage sind vorbildlich in das Süddach des EFH integriert. Insgesamt produzieren die Anlagen des Gebäudes ca. 17 200 kWh/a CO2-freien Solarstrom und solare Wärme. Damit werden 99 % des gesamten Eigenenergiebedarfs gedeckt.
Dank des 15 300 Liter grossen Wärmespeichers deckt die Anlage den Heiz- und Warmwasserbedarf zu 75 %. Die restlichen 25 % oder 3600 kWh/a liefert ein Stückholz-Lehmofen mit jährlich zwei Ster Holz.
Auf eine Wärmepumpe wurde bewusst verzichtet, um den Strombedarf im Winter so niedrig wie möglich zu halten. Ein PlusEnergieBau wäre mit einem Minergie-P-Baustandard oder mit ca. 95 m2 PV-Modulen auf der Nord-Dachseite ebenfalls erreichbar gewesen. Eine 17 kW starke PV-Anlage könnte dort jährlich rund 12 000 kWh/a erzeugen. Die Eigenenergieversorgung läge dann bei 169 % oder rund 29 200 kWh/a. Dadurch könnten Ladina und Dominik Ebneter-Tischhauser den Energie-Autarkiegrad erheblich steigern und z. B. auch noch für eine autarke und CO2-freie Verkehrsenergie sorgen. Das Solarpreis-Diplom 2019 haben sich die beiden aber allemal verdient.

126 %-PlusEnergie-MFH Zehnder in Zürich

Das Holzbau-MFH in Höngg konsumiert dank guter Wärmedämmung bloss 33 200 kWh/a. Wegweisend für MFH sorgten das Architekturbüro Kämpfen und die Bauherrschaft Zehnder für eine ganzflächig in die gesamte Gebäudehülle perfekt integrierte PV-Anlage. Die 25 kW starke dachintegrierte PV-Anlage erzeugt zusammen mit der 42 kW Fassadenanlage rund 42 000 kWh/a.
Das PlusEnergie-MFH weist eine Eigenenergieversorgung von 126 % auf. Mit dem Solarstromüberschuss von 8700 kWh/a können 6 Elektrofahrzeuge je 12 000 km CO2-frei fahren. Eine 20 kWh grosse Batterie speichert einen Teil des produzierten Solarstromüberschusses und erhöht den Eigenverbrauch.

103 %-PlusEnergie-MFH Oeschger in Zürich

Das Mehrfamilienhaus Oeschger in Höngg mit neun Wohnungen wurde 2018/2019 erstellt. Dank der vorbildlichen Wärmedämmung für Dach und Wände weist der Neubau einen tiefen Gesamtenergiebedarf von jährlich 43 500 kWh auf. Die 86 kW starken PV-Anlagen auf dem Dach und der Fassade erzeugen 45 000 kWh/a. Das Gebäude erzielt einen Solarstromüberschuss von rund 1500 kWh/a. Das PlusEnergie-MFH ist als Eigenverbrauchsgesellschaft organisiert und verfügt ausserdem über einen 30 kWh grossen Batteriespeicher. Wegweisend ist die solare Nutzung der kompletten Fassade.