Spenglerei

Als Vorstandsmitglied hat Martin Truninger den Anlass eröffnet und auch moderiert.

Patrick Wickli referierte zum Thema Sockelschutzbleche, kleine Bleche – grosse Schäden.

suissetec-Nordostschweiz

Fachliches und Sportliches am Spenglertreff

Mitte Oktober trafen sich rund 50 Spenglerinnen und Spengler im Rössli in Illnau zum alljährlichen Branchentreff. Zur Sprache kamen fachspezifische Fragen zu Sockelschutzbleche, zur Arbeitssicherheit und zur Ausbildung. Ein eingeladener Berufskollege, der zu den grossen Schwingern im Land gehört, sorgte für Abwechslung.

Als Vorstandsmitglied hat Martin Truninger den Anlass eröffnet und auch moderiert. Im Zentrum des beruflichen Teils ist das Referat von Patrick Wickli zum Thema «Sockelschutzbleche, kleine Bleche – grosse Schäden» gestanden. Der Fachbereichsvorstand Spengler bei der suissetec hat ein Merkblatt zum Thema in Aussicht gestellt. Was früher die Winkelbleche waren, sind heute die Sockelschutzbleche. Zwei Varianten sind dabei zu unterscheiden. Ist der Verputz runtergezogen, so ist ein Kappilarunterbruch vorzunehmen. Grundsätzlich sollte der Verputz aber unten 30 mm frei lassen, dann entfällt der Kappilarunterbruch. Wichtig ist auch, dass der Verputz roh ist, es darf sich darauf kein Farb- oder sonstiger Anstrich befinden. Das Sockelschutzblech wird oben in die Verfüllung der Stecknut eingelassen, die Verfüllung wird abgeglättet. Vorgängig wird senkrecht Leim auf das Sockelschutzblech aufgetragen.
Marcel Hunziker  ̶  ebenfalls Vorstandsmitglied bei suissetec Nordostschweiz  ̶   berichtete über den erfolgreichen Umbau im EWZ in Pfäffikon. Als Highlight hob er das Blechgestell und die gewonnene Flexibilität durch die «rollenden» Arbeitsplätze hervor.

Ausbildung, Arbeitssicherheit
Marcel Müller, Sekretär der suissetec nordostschweiz berichtete über die Aktivitäten des Verbandes. Er fokussierte auf das Branchentreffen vom 1. November in Zürich-Oerlikon, das sich schwerpunktmässig mit dem Thema Generation Z beschäftigen wird: Wie umgehen mit den aktuell Lernenden?
Martin Truninger motivierte die Anwesenden, aktuelle Fragen zu stellen. Einige betrafen die Sicherheitsmassnahmen, welche die SUVA der Branche auferlegt. Der Grundtenor ist, dass diese sinnvoll seien und man sich mit deren Durchsetzung und Einhaltung eher profilieren kann, als im Wettbewerb benachteiligt zu sein, denn sie gelten ja für alle.

Sport im Sägemehl
Martin Truninger hatte eingangs erwähnt, dass das Spenglertreffen auch dazu dienen soll, einmal über etwas anderes zu sprechen als übers Spenglern. Und so stellt er mit einem Hosenlupf einen Spengler vor, der sich sportlich in die höchsten Ränge hochgeschwungen hat: Martin Grab, Spenglerpolier und Schwinger. Martin Truninger, selber auch Schwinger, hat sich aber in Anbetracht seines etwas bescheideneren Palmarès – da stehen 9 Kränze satten 121 gegenüber! – nicht im Sägemehl mit Martin Grab messen wollen, sondern ihn in einem weit über das Spenglern hinausgehenden Interview den Anwesenden vorstellen wollen.
Martin Grab äusserte sich zu Publicity, Sponsoring, Verletzungspech – er gilt aber als Stehaufmännchen und ist sich zur Zeit noch nicht im Klaren, ob er nochmals an der Spitze mitmischen will.