Lüftungstechnik

Ziehl-Abegg hat 4 Mio. Euro in neue Technik am Standort Schöntal-Bieringen investiert, wo Aluminiumteile für Motoren und Ventilatoren gegossen werden. (zVg)

Die Produktion des elektrischen Radnabenantriebs ZAwheel für Elektrobusse in Kupferzell nimmt Fahrt auf. (zVg)

Ohne Ventilatoren läuft kein Spital

Der Umsatz des Künzelsauer Elektromotoren- und Ventilatorenherstellers Ziehl-Abegg stieg gegenüber Vorjahr von 583 auf 633 Mio. Euro. Boom-Regionen waren Asien, Europa und die USA. Selbst in der aktuellen Corona-Krise ist Ziehl-Abegg-Lüftungstechnik weltweit gefragt.

Die Corona-Krise im laufenden Jahr hat viele Menschen in Heimarbeitsplätze getrieben. Dazu braucht es eine solide Netzinfrastruktur mit grossen Rechenzentren – Ventilatoren von Ziehl-Abegg sind seit Jahren sowohl in Netzwerken als auch bei Rechenzentren zur Kühlung eingesetzt. «Das ist für uns ein wichtiger Markt, der weltweit rapide wächst», betont Firmen-Chef Fenkl. Auch Versandhändler und Streaming-Anbieter benötigen grosse Rechenkapazitäten, was eine entsprechende Kühlung der Hardware voraussetzt.

Ventilatoren für Krankenhäuser

Dass in grossen Kliniken moderne Ventilatoren sowohl in Operationssälen als auch in Quarantäne-Stationen eingesetzt sind, ist im Zuge der Corona-Krise in China allgemeinhin bekannt geworden: Ziehl-Abegg hat für Krankenhäuser in Wuhan, Shandong und Shenzhen, die dort binnen weniger Tage aufgebaut worden sind, spezielle Ventilatoren geliefert. Auch in Italien und anderen Ländern hat das deutsche Unternehmen das Kernequipment für Unter- beziehungsweise Überdruck in Kliniken hergestellt.

Austausch von Ventilatoren lohnt sich

In immer mehr Ländern geht der Trend zu energiesparenden Aufzugsantrieben und Ventilatoren. «Manchmal sind hohe Energiekosten, manchmal gesetzliche Umwelt-Vorgaben Gründe für den Einsatz von Ziehl-Abegg-Produkten», erklärt Firmenchef Fenkl. Denn immer mehr Gebäudebetreiber legen den Fokus sowohl auf den Kaufpreis als auch auf die laufenden Energiekosten. Selbst bei bestehenden Gebäuden rechnet sich der Austausch der Ventilatoren meist binnen zwei Jahren, ohne dass die übrige Lüftungsanlage verändert werden muss.

Aufzugsantriebe und Automotive

Die Aufzugssparte bei Ziehl-Abegg hat sich 2019 ebenfalls positiv entwickelt: In einem intensiven Wettbewerbsumfeld haben sich Aufzugsantriebe aus Kupferzell wegen der hohen Qualität und des sehr guten Service durchsetzen können.
Ein grosser Pluspunkt ist die eigene Regeltechnik über alle Sparten hinweg: Frequenzumrichter von Ziehl-Abegg werden zunehmend eingesetzt, um verschiedene Elektrogeräte zu steuern und zu regeln.
Der Geschäftsbereich Automotive mit dem elektrischen Radnabenantrieb ZAwheel für Omnibusse, hat sich im Jahr 2019 gut positionieren können: Umbaulösungen, die binnen einer Woche aus einem Diesel- einen Elektrobus machen, stossen auf grosses Interesse seitens Kommunalverwaltungen und Busunternehmen. Auch bei Neufahrzeugen etabliert sich Ziehl-Abegg. Der Radnabenmotor als Antrieb von neuen Doppeldecker-Sightseeingbussen kann mittlerweile in London, Brüssel oder Paris erlebt werden.

Belegschaft wird grösser

Mit dem Umsatzzuwachs hat sich auch die Anzahl der Beschäftigten positiv entwickelt: In Deutschland arbeiten 2400 Menschen (im Vorjahr waren es 2250) für Ziehl-Abegg, weltweit sind es 4300 Menschen (im Jahr zuvor 4100).

www.ziehl-abegg.com (Sprachauswahl: Deutsch)