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Lehrgang Elektroprojektleiter/-in mit eidg. Fachausweis

Mitarbeiter-Motivation als Erfolgsfaktor

Hoch motivierte Arbeitskräfte entwickeln eigenständig neue Problemlösungen. Die Aufgabe der Führungskräfte ist, für diese Eigeninitiative den nötigen Handlungsspielraum zu bieten. Dafür ist ein gewisses Führungsverhalten gefragt.

„Wie viel Personal brauche ich in drei oder fünf Jahren?“ oder „ Welche Fähigkeiten müssen meine Mitarbeiter in der technisch schnellen Zeit besitzen?“ Vor solchen oder ähnlichen Fragen stehen heutzutage viele Führungskräfte. Den Personal- und Kompetenzbedarf für die nächsten Jahre verlässlich einzuplanen, ist eine Herausforderung. Die Schnelligkeit der Technologien macht die Planung zur Herausforderung, denn Unternehmen müssen zum Teil schnell in neue Märkte vorstossen.

Neue Märkte bedeuten aber neue Aufgabenfelder wie auch neue Fähigkeiten. So müssen Mitarbeiter innert kürzester Zeit neue Aufgaben übernehmen. Unter Umständen ist eine eigenständige Aneignung neuer Fähigkeiten nötig. All dies erfordert eine hohe intrinsische Motivation auf Seiten der Belegschaft. Die Aufgabe der Führungskräfte ist dabei, die Grundmotive ihrer Mitarbeiter zu kennen und zu wissen, was sie antreibt. Damit sich diese entfalten können, müssen Führungskräfte die nötigen Rahmenbedingungen schaffen.

Tipps zur Förderung der Mitarbeiter-Motivation

- Weder unter- noch überfordern: Eine Unterforderung der Mitarbeiter löst Frust aus – Überforderung hingegen bedeutet Stress. Beides verhindert den Lernwillen und sorgt für Demotivation. Ziel einer Führungskraft ist es, dass ein Mitarbeiter sich weiter entwickeln kann, Herausforderungen hat und damit sein Selbstbewusstsein stärken kann.

- Lob statt Geld: Gerade hochqualifizierte Arbeitskräfte wollen nicht nur die finanzielle Anerkennung, sondern sich auch selbst verwirklichen und als Individuum geschätzt werden. Vor allem Loben vor versammelter Mannschaft ist ein starker Multiplikator für den unternehmerischen Erfolg. Nicht nur der Mitarbeiter erhält einen Motivationsschub, auch das anwesende Team wird motiviert – denn jeder möchte der nächste sein, der vom Chef gelobt wird.

- Vertrauen: Auch zwischen Chef und Mitarbeitenden muss eine Vertrauensbasis aufgebaut werden. Wer permanent unter Kontrolle steht, wird unsicher und unmotiviert. Die Mitarbeiter brauchen Luft zum Atmen und die Freiheit, den eigenen Weg zu finden.

- Fehler müssen erlaubt sein: Eine etablierte Fehlerkultur gehört zu jedem guten Unternehmen. Angst davor, etwas falsch zu machen, hemmt die Kreativität und führt zu Verunsicherung.

Dieses Führungsverhalten setzt bei den Vorgesetzten voraus, dass sie nicht nur die Motivstruktur ihrer Mitarbeiter kennen, sondern auch ihre eigenen Motivationstriebe einsetzen kann. Dabei ist die Reflexion der persönlichen Verhaltensmuster sehr wichtig, um Schwachstellen festzustellen und möglichst zu reduzieren. Damit signalisiert eine Führungskraft ihren Mitarbeitern, dass auch er ein stetig Lernender ist. So kann ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden.

Führen Sie ein Team und möchten mehr erfahren, wie Sie das Beste aus Ihren Mitarbeitern herausholen? Personalmanagement ist ein Modul des Lehrganges Elektroprojektleiter/-in mit eidg. Fachausweis der SIU.

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