Aksel Ringvold, Geschäftsführer Hilti Schweiz AG.

Digitale Vermessung, hier im Rohbau.

Die Baustelle 4.0 sorgt mit ihren attraktiven Möglichkeiten für höhere Produktivität.

Vorgefertigte Montage-Schienen.

Die digitale Baustelle als Produktivitäts-Booster

Die Baustelle 4.0 steigert die Produktivität in der Baubranche. Ein Spaziergang wird dies allerdings nicht. Für den Erfolg braucht es praxistaugliche Technologien und eine Digitalisierung, die den Menschen ins Zentrum rückt.

Die Baubranche hat in den letzten 30 Jahren ihre Produktivität kaum gesteigert. Ganz anders die produzierende Industrie. Gelungen ist ihr dies dank Kollaboration, Automatisierung und Industrialisierung. Die Digitalisierung spielt dabei die zentrale Rolle als Enabler. Genau hier kann die Baubranche anknüpfen.

Mehr Kollaboration in Zukunft
Auch heute erfolgt die Planung der Medien Gas, Wasser, Luft und Elektrizität noch zu oft separat. Auf der Baustelle kann dies zu «Kollisionen» führen. Die integrale und digitale Planung mit Building Information Modeling (BIM) ist die beste Lösung, um solche Produktivitätsfallen zu umgehen – so wie es die Industrie mit dem «digitalen Zwilling» einzelner Maschinen oder Fabrikationslinien tut. Zudem bietet eine koordinierte Planung aller Gewerke in einem gemeinsamen digitalen Modell erhebliches Effizienz-Potenzial für einen ungestörten Bauablauf. Die Einsparungen beim Material und bei der Zeit können auf der digitalen Baustelle bis zu 50 Prozent ausmachen und führen zu mehr Termin- und Kostensicherheit. Zahlreiche Bauprojekte, bei welchen Hilti die gewerkeübergreifende Planung mit BIM gemacht hat, sind Beleg dafür.

Automatisierung bzw. Teil-Automatisierung bereits möglich
Die Industrie hat dank digitaler Entwicklung die Produktion stark automatisiert. Ein Ventil oder eine Pumpe werden digital entworfen und geprüft, bevor sie hergestellt werden. In Bauprojekten ist dies nicht überall möglich. Denn bei einem Gebäude oder sonstigen Bauwerk handelt es sich meist um ein hochgradig individualisiertes Projekt. Der digitale Plan bildet aber die Basis für automatisierte Teilprozesse auf der Baustelle. Schauen wir uns dazu einmal an, wie heute Plandaten auf die Baustelle gelangen. Eine Möglichkeit bietet die traditionell händische Arbeitsweise mit dem Schnurgerüst oder im Zweimann-Betrieb mithilfe eines Theodolits. Weit effektiver geht dies mit der Robotik-Totalstation. Das Tablet der Totalstation führt den Polier wie bei einem Navigationsgerät exakt zu den geplanten Positionen. Und damit nicht genug: Für Befestigungen in der Installationstechnik könnte es auf der digitalen Baustelle bald schon normal werden, die entsprechenden Löcher halbautomatisch zu bohren. Gerade beim anstrengenden Bohren an der Decke ist die Zeitersparnis enorm.

Industrialisierung statt Improvisation vor Ort
Die Arbeitsteilung in der Industrie ist sehr hoch dank Halbfabrikaten, die taktgenau geliefert werden. Auch dieses Prinzip lässt sich auf die Baubranche übertragen. So werden weniger Arbeiten direkt auf der Baustelle ausgeführt. Die Installation von Stützen für Rohrleitungs-, Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kabeltrassen stellt beispielsweise eine grosse Herausforderung dar. Die Arbeiter wenden viel Zeit auf, um alle benötigten Kleinteile zu sortieren, zu lagern und zu transportieren. Ebenso müssen die Schienen auf die richtige Länge zugeschnitten und später montiert werden. Einfacher geht es, wenn alle diese Bauteile vorfabriziert, vormontiert und «just in time» geliefert werden. So müssen sie vor Ort nicht mehr zugeschnitten und gelagert werden. Zudem kann der Abfall auf der Baustelle reduziert werden und die Fehleranfälligkeit sowie Doppelarbeit sinken. Diverse Schweizer Hilti-Projekte beweisen, dass so Einsparungen beim Material und bei der Zeit bis zu 50 Prozent betragen können.

Mensch ins Zentrum rücken – zentral für die digitale Baustelle
In der Lean Production beispielsweise der Automobilindustrie nehmen die Mitarbeiter eine wichtige Rolle ein. Während ihrer täglichen Arbeit decken sie Fehler, Probleme und Verschwendungen auf und liefern Ideen für Optimierungen. Genau hier haken auch wir ein. Hinter unseren Produkten und Dienstleistungen stehen nicht nur clevere Hilti-Ingenieure, die viel Zeit auf der Baustelle verbringen, sondern auch unsere Kunden. Letztere wissen ganz genau, was sie brauchen. Dank dieser intensiven Zusammenarbeit entstehen innovative Produkte und Dienstleistungen, die praktischen Mehrwert liefern.

Gemeinsam zur Baustelle 4.0
Die Industrie hat ihre Produktivität nicht über Nacht gesteigert. Nicht anders wird es in der Baubranche sein. Doch viele Beispiele sind Beleg für den einsetzenden Wandel in der Baubranche. Die (digitale) Transformation erfordert aber viel Fingerspitzengefühl. Denn verschiedenste Arbeitsweisen und Prozesse müssen angepasst werden. Mit diesem Wandel gehen die digital affinen Mitarbeitenden oft selbstverständlicher um. Deshalb ist eine enge Begleitung von Fachmann zu Fachmann entscheidend. So kann die digitale Transformation gelingen. Gehen Sie gemeinsam mit uns den Weg zur digitalen Baustelle. Wir stellen sicher, dass Sie die anvisierten Gewinne bei der Produktivität, Nachhaltigkeit und Sicherheit tatsächlich erreichen.

Hilti Schweiz AG
8134 Adliswil / Zürich
info@hilti.ch

www.hilti.ch/swissbau