Elektrotechnik

Bild: Schneider Electric

Auf Nachhaltigkeit bedacht

Dieses Jahr stellte Schneider Electric am Produktionsstandort Regensburg seine Neuigkeiten vor, zeigte die Produktionsstätte und berichtete über die Geschäftsentwicklung eines Unternehmens, das sich der Nachhaltigkeit und Effizienz verschrieben hat.

Mit «Herzlich willkommen beim Schneider Electric Sachsenwerk in Regensburg» begrüsste Christine Beck-Sablonski die Firmenmitarbeiter und Fachjournalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zum diesjährigen Medien-Event. Wie bereits Ende 2020 fand dieser sinnvollerweise unter Einhaltung strenger Hygiene- und Abstandsmassnahmen statt. Zum Auftakt des ersten Halbtages liess sich der luxemburgische Wissenschaftsautor Ranga Yogeshwar virtuell über Video zur Nachhaltigkeit im Allgemeinen und Speziellen verlauten. Gefolgt von einer ausführlichen Werksführung vor Ort mit zahlreichen Innovationen und Optimierungen bestehender «Tools» im breiten Angebot des vielseitigst aufgestellten Konzerns Schneider Electric. Tags d'rauf ging es per Präsentation von Pierre Bürkle, Vice President Industrial Automation DACH, und Udo Hoffmann, Vice President Sales Building & Infrastructure Germany, dann richtig los: Von beiden Herren war zu erfahren, dass die hohe Nachfrage und Liefertreue für Schneider Electric, laut Global Knights das nachhaltigste Unternehmen der Welt, zu einem Umsatzplus von 19,8 % beim Energiemanagement und 15,4 % bei der Industrie-Automatisierung führte und die durchschnittliche EBITDA-Marge von 17,1 % zu einem Umsatzwachstum auf aktuell 13,8 Milliarden Totalumsatz über alle Konzernsparten hinweg verhalf. Nach Region und Bereich wurden diese Zahlen zu 22 % im asiatisch-pazifischen Raum, 19,1 % in Westeuropa, 17,6 % in Nordamerika und 21 % im Rest der Welt erwirtschaftet.

 

Für Nachhaltigkeit und Effizienz

Gemeinsam mit Tochterfirmen, Partnern und Zulieferern wie u.a. Aveva, ProLeiT, ETAP und OSIsoft sowie mit leistungsfähigen Softwarelösungen wie MTWO von RIB Software, Caneco ONE von ALPI, SEE Electrical und Planon beschleunigt Schneider Electric mithilfe seiner offenen, skalierbaren und IoT-fähigen Systemarchitektur EcoStruxre die digitale Transformation. Dazu zählen:  über 1 Mio. Gebäude, zehn der grössten Energieversorger der Welt, die 14 grössten Stadt-Metros in 14 Ländern, 40 % weltweiter Krankenhäuser, 50 % der Rechenzentren rund um den Globus, zehn der grössten internationalen Flughäfen, die Top 10 an Ingenieurbüros, vier Hyperscale-Cloud-Anbieter, über 2 Mio. Software-Nutzer, elf der Top-Marken der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, 36 000 Wasser- und Abwasseranlagen in 120 Ländern sowie acht von zehn Verpackungsmaschinenhersteller.

 

Die Welt der Gebäude

Hierzu gelte es, das enorme Optimierungspotential aktiv anzugehen. Denn der Mensch verbringe ca. 90 % seiner Zeit in Innenräumen, etwa 40 % der weltweiten CO2-Emissionen stammten aus Gebäuden, über 30 % der Energie würde in Gebäuden verschwendet und mehr als 350 natürliche und vom Menschen verursachte, kleinere bis grösste Katastrophen hätten sich im Jahre 2020 auf «unserem» Planeten Erde ereignet.

Herausforderungen

Über 5,8 Mrd. Endpunkte bilden Systeme des Industrial Internet of Things (IIoT) als Sammelbegriff für industrielle Technologien einer globalen Infrastruktur der Informationsgesellschaften. Diese ermöglicht es, physische und virtuelle Objekte miteinander zu vernetzen und sie durch Informations- und Kommunikationstechniken kooperieren zu lassen. Gemäss Fortune 1000 sind aktuell jedoch 94 % der Industrie von Lieferkettenproblemen betroffen, was der Frage nach deren Effizienz und Belastbarkeit gleichkommt. Die Industrie belastet die Umwelt aktuell noch mit ungefähr 32 Prozent an CO2-Emissionen – weshalb dieser ein ganz besonderes Augenmerk hinsichtlich Nachhaltigkeit geschuldet ist. «Last but not least» dürfte der Mangel an Arbeitern im Jahr 2028 personenfokussiert eine Zahl von grösser 2,4 Mio. betragen. Weshalb Schneider Electric in der ersten Jahreshälfte '21 ganz massiv sein digitales Portfolio zur Verbesserung dieser unbefriedigenden Situationen erweitert hat, um diese mit Effizienz und Effektivität auf die Optimierung des industriellen Internets der Dinge zu applizieren. Immer mit dem Ziel, der digitale Partner für interne und externe Nachhaltigkeit und Effizienz zu sein.

Grüne Produktion

Grüne und digitale Produktion im Sachsenwerk von Schneider Electric ermöglicht nach umfangreichen Digitalisierungsmassnahmen und Implementierung von intelligentem Energiemanagement sowie Analyse-Tools schon heute eine CO2-neutrale Produktion, wie René Minnaert, Senior Offer Manager MV Primary Products bei Schneider Electric, in seiner Präsentation ausführte. Dessen Technologiezentrum entwickle und produziere Mittelspannungsgeräte und -anlagen für Energieversorger, Kommunen und industrielle Anlagen: Kunden und Interessierte könnten im kürzlich eröffneten Innovation Hub nun reale Produktions- und Gebäudeprozesse live auf Monitoren verfolgen und dabei erleben, wie die Lösungen des Energiespezialisten Gebäude energieeffizient steuern.

«Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung stehen schon lange auf der Agenda weltweit operierender Unternehmen und werden von Kunden wie Investoren verstärkt eingefordert», so René Minnaert. Und weiter erklärte er: «Neben konkreten Energieeinsparungen und recycelbaren Produkten rücken auch Produktionsabläufe und Gebäudesteuerung in den Fokus von Nachhaltigkeitsmassnahmen.» Die ambitionierte Agenda: Bis 2025 will der Tech-Konzern im eigenen Geschäft klimaneutral sein, 2030 sogar ohne Kompensationen. 2050 soll schliesslich die Netto-Null-Lieferkette erreicht sein.

Bereits heute gelebte Realität ist dies im Sachsenwerk Regensburg: Der Produktionsstandort für Mittelspannungsanlagen blickt auf eine über 30-jährige Geschichte zurück; entsprechend vieldimensional zeigt sich der Gebäude- und Anlagenbestand – ein Paradebeispiel für digital voll integriertes Gebäude- und Anlagenmanagement mit ausschliesslich grüner Energieversorgung. Schon seit 2018 kann dank Photovoltaikanlage auf dem Dach der 25 000 m2 weiten Produktionshallen und Zukauf von Ökostrom die Elektrizität zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gespeist werden.

Hausbau im 3D-Druck

Nach sich zunehmend etablierenden Einsatzszenarien hat die additive Fertigung mittels 3D-Druck inzwischen gar den Hausbau erreicht: Aktuell ist das erste Mehrfamilienhaus Europas mittels dieses Verfahrens entstanden. Es befindet sich in Wallhausen, unweit südöstlich von Ulm gelegen. Architekten, Ingenieure, 3D-Bauunternehmen und -Bauherren entschieden sich dabei unisono für den Einsatz einer intelligenten KNX-Lösung von Schneider Electric, da ebenso die Gebäudeautomation des innovativen Projektes höchsten Standards entsprechen sollte. Die KNX-Lösung bietet nicht nur Komfort-Features für Jalousiesteuerung oder Temperaturregelung, sondern sorgt ebenso für effiziente Energieverteilung, kümmert sich um das Management von Lasten und ermöglicht Energieeinsparungen. Sogar der Anschluss einer Ladestation wie EVlink von Schneider Electric wird unterstützt. Das spezifisch adaptierte KNX-Projekt wurde vom Spezialisten für intelligente Gebäudesteuerungen Bematec sowie EcoXpert-Partner von SE in einem umgesetzt.

Fabian und Sebastian Rupp waren viele Jahre in führenden Positionen des elterlichen Betriebes tätig, und zeichnen nun als Bauherren des 3D-Hauses verantwortlich: Sie gründen derzeit die Firma Rupp Gebäudedruck, welche sich auf den Bau gedruckter Häuser spezialisieren wird. Im Rahmen ihres ersten 3D-Gebäudes in Wallhausen setzten sie auf eine Druckmaschine der Peri GmbH, die Beton in Lagen eines Metallgestells druckt. Letzteres kann mithin 15 Meter breit, 10 Meter hoch und beliebig lang sein. Der Vorteile für 3D-Bau sind etwa:

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