Strom / Energie

Die Energie im Wandel

Energie, die Energiewende und der Klimawandel sind landauf, landab ein viel diskutiertes Thema. Energie gibt es in verschiedenen Energieformen, die ineinander umgewandelt werden können. Beispiele für Energieformen sind etwa die potentielle, kinetische, elektrische, chemische und  die thermische Energie.

NIN-Know-how

Die Niederspannungs-Installationsnormen helfen, Installationen effizient und sicher zu meistern. Die Normen werfen aber auch Fragen und Themen auf, die wir im «ET Elektrotechnik» behandeln.

Das ABZ der Stromwelt

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Kein Ersatz für den Projektleiter

Bedingt durch die heutige Preissituation auf Baustellen, können wir immer mehr feststellen, dass Unternehmer sich der Führung der Baustelle entziehen oder diese Aufgaben nur bedingt wahrnehmen. Diese Situation führt immer wieder zu Problemen im Arbeitsablauf und als Folge davon zu Überzeitaktionen und Wochenendarbeit.

Nehmen wir als Einstieg gleich ein paar klassische Situationen auf der Baustelle. So ist vor Beginn der Arbeiten oder am Anfang eines Projektes der Planer mit der folgenden Frage konfrontiert: «Haben Sie die Installationsanzeige (IA) schon gemacht oder muss ich das noch erledigen?» Die Erstellung der Installationsanzeige gehört ohne jeden Zweifel zur Aufgabe des Elektrounternehmers, welcher auch über die dafür nötige Installationsbewilligung verfügt, denn noch hat lange nicht jedes Ingenieurbüro eine Installationsbewilligung, zumal die Niederspannungsinstallationsverordnung (NIV) im Art. 23 zur Meldepflicht eine klare Aussage macht.

Die Personalplanung für die Abdeckung der Baustellenbedürfnisse wird zum Teil kaum gemacht. So werden dann am Vormittag per Handy noch schnell 2 – 3 Personen (Lehrlinge, Elektromonteure, etc.) aufgeboten oder umdisponiert. Diese Aktionen können durch eine gute Arbeitsvorbereitung (AVOR) vermieden werden.

Immer öfter wird der Planer auch angefragt, ob die Zuleitungslänge gemäss Ausschreibung so bestellt werden können. Zum Teil erfolgt diese Bestellung auch ohne Rückfrage. Dies führt dann zu einem Kabel, das vielleicht um 2 Meter zu kurz ist oder, der vielleicht etwas weniger schlimmere Fall, zu lang ist.

Probleme, welche auftreten, müssen sofort per Handy oder dgl. mit dem Planer gelöst werden. So kann es rasch einmal sein, dass der Projektleiter im Ingenieurbüro 4- bis 5-mal am Tag angerufen und mit Fragen konfrontiert wird, welche auch schon am vorherigen Tag beim ordentlichen Baubesuch hätten behandelt werden können.

An Baustellenkoordinationssitzungen, Bausitzungen oder wie die Besprechungen auch immer benannt werden, fehlt meist der Projektleiter des Elektro-Installationsunternehmens als einziger. Alle anderen Unternehmer sind mit den entsprechenden Personen vertreten. Zum Teil lässt sich der Projektleiter dann durch den bauleitenden Monteur vertreten, der verständlicherweise, zu betriebswirtschaftlichen Fragen (Mehrkosten, Regie, etc.) meist keine Stellung nehmen kann. Meist fehlen ihm auch die entsprechenden Kompetenzen. Somit müssen diese Fragen an den Projektleiter weitergeleitet werden und dieser nimmt dann anschliessend telefonisch oder schriftlich Stellung. Das fortlaufende Erfassen bzw. Aufnehmen des Nachmasses fällt oft unter den Tisch.Aussagen wie «Das machen wir dann am Schluss, jetzt haben wir keine Zeit» gehören zur Tagesordnung. Dieser Umstand verzögert meist auch die Lieferung der Schlussrechnung entsprechend. Was bei der nachträglichen Erfassung des Ausmasses vergessen geht, sei einmal dahingestellt, der Bauherr bedankt sich dafür.

Sobald die Baustelle abgeschlossen ist, ist der bauleitende Elektromonteur auf der nächsten Baustelle. Im Elektroingenieurbüro «wartet» man(n) auf die Lieferung der Unterlagen, damit die Revisionsakte (Pläne des ausgeführten Werkes) erstellt werden können. Die von Hand nachgeführten Pläne und Schemas werden erst nach mehrmaliger Ermahnung und mit der Schlusszahlung nachgereicht. Sie mussten meist erst noch erstellt werden, auf Plänen, die der Elektroingenieur nochmals an den Unternehmer geliefert hat. Wie genau diese Angaben nach 3 – 4 Jahren Bauzeit noch stimmen, lassen wir einmal im Raum stehen.

Auf vielen Baustellen gehören die obigen Punkte zur Tagesordnung. Anscheinend können sich diese Unternehmen solche Zustände leisten. Dabei ist doch die Aufgabenteilung zwischen Planer und Unternehmer in der Führung einer Baustelle in den einschlägigen Dokumenten und Normen wie der SIA eindeutig geregelt. Diese Aufgabenteilung liegt auch den Kalkulationsunterlagen des EIT.swiss zu Grunde, man spricht da von der «Technischen Bearbeitung (TB)». Diese ist in drei Teile TB-A, TB-B und TB-C aufgeteilt.

Technische Bearbeitung A, B und C

Im Elektrogewerbe gibt es keine Arbeiten ohne Technische Bearbeitung (TB). Jedem Auftrag bzw. Arbeit geht die Planung, Anmeldung, etc. voran. Nach Abschluss der Arbeit folgt die Schlusskontrolle nach NIV mit dem Sicherheitsnachweis, etc. All diese Arbeiten haben einen Zusammenhang mit der eigentlichen Installationsarbeit, werden aber selten auch vom Installationspersonal erledigt. Sie werden meistens vom fachkundigen Leiter des Unternehmens, dem verantwortlichen Projektleiter, etc. erledigt.

Die Arbeiten der TB-A und TB-B können als separater Auftrag an Elektroingenieurbüros oder Elektrounternehmer vergeben werden. Sie umfassen den klassischen «Planungsauftrag». Im Gegensatz dazu umfasst die TB-C sämtliche nötigen Nebenarbeiten. Diese müssen zwangsläufig durch den Elektrounternehmer selbst erbracht werden.

Für den Elektrounternehmer ist es unerlässlich, bei der Offertstellung klar und eindeutig zu deklarieren, welche Anteile der Technischen Bearbeitung in seinem Angebot eingerechnet sind. In Ausschreibungen wird dies meist in Form einer Tabelle durch die ausschreibende Instanz angegeben. In bestimmten Fällen muss der genaue Umfang der zu erbringenden Technischen Bearbeitung mit einem Telefongespräch rückgefragt werden. Nun liegt es am Elektrounternehmer, die richtigen Schlüsse aus diesen Informationen zu ziehen, denn öfters «fehlt» ein Teil der Technischen Bearbeitung. So wird das ausschreibende Elektroplanungsbüro zum Beispiel nur bis und mit Phase 4 beauftragt. Die Phase 5 «fehlt». Dies zeigt sich spätestens, wenn die ersten Arbeiten (z. B. Einlage Erdung) anstehen und kein Plan vorhanden ist. Durch die vorgängige Abklärung der genauen Verhältnisse, welche auch im Werkvertrag festgehalten werden sollten, kann sich der Elektrounternehmer gar Chancen für einen Zusatzauftrag in Form eines Planungs(teil)auftrages ausrechnen. Auf keinen Fall dürfen diese Phasen bzw. Teilphasen im Rahmen einer Abgebotsrunde gratis übernommen werden. Die fachgerechte Erledigung einer oder mehrerer Phasen/Teilphasen ist zeitaufwendig und darf nicht kostenlos erledigt werden. Hier wird durch den Unternehmer eine Leistung erbracht, die bezahlt werden muss. Steckdosen werden auch nicht verschenkt!

Klare Aufgabenteilung

Die Arbeiten innerhalb der TB-C können wie folgt umschrieben werden.

 

AVOR

  • Der Elektrounternehmer klärt die Bedingungen für die Ausführung der Installationen ab
  • Er berechnet die Kosten für die Erstellung der Installationen mit allfälligen eigenen Vorschlägen für die Verbesserungen (Unternehmervariante)
  • Er nimmt allfällige Weisungen der Bauherrschaft entgegen, spricht Termine ab und legt die Lieferung von Material/Geräten mit dem Lieferanten fest.
  • Der Elektrounternehmer erstellt die Installationsanzeige zuhanden der Netzbetreiberin
  • Er kontrolliert die zur Verfügung gestellten technischen Unterlagen und Pläne und bereitet die Ausführung vor

Bauphase

  • Der Elektrounternehmer plant den Mitarbeitereinsatz, hat die Montageleitung der Installationen inne und überwacht die fach- und normengerechte Ausführung
  • Er prüft Arbeitsrapporte und Belege
  • Installationsänderungen werden im Entwurf laufend in den Plänen eingetragen
  • Der Elektrounternehmer erstellt Nachtragsofferten für nicht offerierte Zusatzarbeiten
  • Materialbestellungen müssen erledigt werden, der Einsatz von Spezialwerkzeugen und Gerüsten will geplant sein etc.

Abschlussphase

  • Ausmass der erstellten Installationen, Bereitstellung zur Verrechnung
  • Verrechnung von Zusatzinstallationen und Regiearbeiten
  • Durchführung der Schlusskontrolle nach NIV inkl. Prüfung, Durchführung aller notwendigen Messungen und Erstellung des Sicherheitsnachweises (SiNa)
  • Messungen und Protokollierungen im Schwachstrombereich, wie z. B. UKV
  • Instruktion der Bauherrschaft und Funktionskontrolle der erstellten Installationen
  • Erstellen der Bauunterlagen mit Sicherheitsnachweis (SiNa), Installationspläne (von Hand nachgeführt), Betriebsanleitungen etc. zuhanden der Bauherrschaft bzw. dessen Vertreter

Miteinander statt gegeneinander

Die Arbeiten und Zuständigkeiten sind also eindeutig verteilt und zugeordnet. Diese eindeutige Zuordnung soll uns aber nicht an einer regelmässigen Kommunikation unter allen Beteiligten hindern. Die besten Erfahrungen wurden dabei mit einem regelmässigen Austausch auf der Baustelle gemacht. Wie gross die Abstände/Perioden dabei gewählt werden, muss anhand der Baustellengrösse und dem aktuellen Arbeitsanfall für den Unternehmer entschieden werden. Meist liegen diese zwischen einmal pro Woche bis einmal pro Monat.

An solchen Baustellenbesprechungen werden die nächsten Arbeiten und die daraus folgenden, wichtigen Termine besprochen. Der Unternehmer hat die Möglichkeit, beim Elektroingenieur fehlende Unterlagen, Schemas und/oder Pläne anzufordern. Anlässlich einer solchen Besprechung können die Ausführungsunterlagen direkt abgegeben und besprochen werden. Der Postversand mit der daraus folgenden Verzögerung und das anschliessende Rückfragen per E-Mail oder Telefon entfällt ebenfalls. Unter dem Strich resultiert für beide ein Zeitgewinn (=Geld).

Durch den laufenden Kontakt zwischen dem Projektleiter des Elektroingenieurbüros und des Elektroinstallateurs ist durch diesen auch eine rechtzeitige Personaldisposition und Materialbereitstellung möglich. Gleichzeitig können allfällig aufgetretene Regiearbeiten freigegeben und nach der Ausführung der entsprechende Rapport unterzeichnet werden. Das Hin- und Herschicken der Rapporte per E-Mail inkl. allfälliger Rückfragen und Unklarheiten entfällt.

Durch die regelmässigen Treffen und Besprechungen kann weiter ein Vertrauensverhältnis entstehen, dass es auch erlaubt, sich in Teilbereichen während z. B. Ferienabwesenheiten zu vertreten. Auf jeden Fall wird der Stellvertreter des jeweiligen Projektleiters, beim Ingenieurbüro und Unternehmer, während dessen Abwesenheit weit weniger benötigt und mit Arbeiten belastet.

Das Nachmass (Ausmass) muss unbedingt laufend zur Bauausführung erstellt werden. Muss kein Nachmass erstellt werden, wie z. B. bei einem Pauschalauftrag, sind mindestens die allfällig auftretenden Zusatzarbeiten bzw. Mehrleistungen zu deklarieren bzw. anzumelden. Diese werden bei einer laufenden Aufnahme und Erfassung des Nachmasses ebenfalls rechtzeitig erkannt und können bei der Bauleitung/Bauherrschaft angemeldet werden. Mit dem zunehmenden Herauszögern der Aufnahme des Nachmasses, geht auch immer mehr Wissen/Information verloren. Die aktuellen Marktpreise lassen Geschenke in diesem Bereich meist nicht zu. Je früherer das Nachmass erfasst wird, desto kleiner ist der dafür nötige Zeitaufwand.

Bei grösseren Projekten macht es Sinn, die durch den Unternehmer nachgeführten Ausführungsunterlagen laufend dem Ingenieurbüro abzugeben. So können die Revisionsunterlagen erstellt werden, sobald ein Teilprojekt (z. B. ein Gebäude einer grösseren Überbauung) fertiggestellt ist. Hier gilt das Gleiche wie beim Nachmass: Je früher, desto kleiner ist der nötige Zeitaufwand.

Nicht alles ist schlecht

An dieser Stelle soll aber auch erwähnt werden, dass viele Unternehmer die Hausaufgaben gemacht haben. So funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Ingenieur und Unternehmer meist bestens. Die beiden Parteien sind in ständigem Kontakt und Informationssautausch. Nur so kann nach Abschluss des Projektes von einem erfolgreichen Abschluss und einer zufriedenen Bauherrschaft ausgegangen werden, denn Elektroingenieur und Unternehmer sind gemeinsam für den erfolgreichen Abschluss verantwortlich. Nur wenn beide am gleichen Strick ziehen, anstatt sich zu bekämpfen, kann von einer «guten Arbeit» gesprochen werden. Im anderen Fall machen die Verantwortlichen bei der Bauherrschaft keinen Unterschied, wo versagt wurde, auf Planer- oder Unternehmerseite. Kurz wird dann einfach von Problemen im Bereich Elektro gesprochen. Packen wir es an und bringen wir unser Gewerbe an die Spitze mit einer Spitzenleistung. ■

Wer liefert die Kabelschutzrohre?

Bald steht die Erdung an, gibt es einen Plan?

Wer zeichnet das Schema für die Verteilung?

Was erzeugt Energie?

Unter Strom und Energie fallen Themen der Elektrotechnik wie Starkstromtechnik (Energie- und Antriebstechnik) sowie Schwachstromtechnik (Nachrichtentechnik) und Mess- und Automatisierungstechnik.

Auch das Thema Licht ist mit der Lichtsteuerung, Lichtplanung, Beleuchtungskonzepten, Blaulichtgefährdung, Raummanagement-Anwendungen und Strassenbeleuchtung Teil des Bereichs Strom und Energie. Zudem ist E-Mobilität gerade heute mit den verschiedensten Mobilitätskonzepten und Facetten der Stromerzeugung ein immer wichtiger werdendes Thema.

Unter Elektrotechnik und damit Energietechnik sowie Strom fällt aber auch die Gebäude-, Installations- und Verteiltechnik mit Messen, Steuern und Regeln, Gebäudeautomation, Smart Home sowie IoT, ICT, Multimedia, Multimedia und Netzwerktechnik. Zu all diesen Fachgebieten gibt es ausserdem Aus- und Weiterbildungsangebote.