Strom / Energie

Die Energie im Wandel

Energie, die Energiewende und der Klimawandel sind landauf, landab ein viel diskutiertes Thema. Energie gibt es in verschiedenen Energieformen, die ineinander umgewandelt werden können. Beispiele für Energieformen sind etwa die potentielle, kinetische, elektrische, chemische und  die thermische Energie.

NIN-Know-how

Die Niederspannungs-Installationsnormen helfen, Installationen effizient und sicher zu meistern. Die Normen werfen aber auch Fragen und Themen auf, die wir im «ET Elektrotechnik» behandeln.

Das ABZ der Stromwelt

Hier finden Sie die aktuellen Lösungen des Übungstools von „ET Elektrotechnik“ als PDF. Testen Sie Ihr Fachwissen und bereiten Sie sich optimal auf die Abschlussprüfung vor.

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Im Quartier Fischermätteli in Burgdorf werden die E-Autos mit Solarstrom betrieben. Bild: EWZ.

Nachhaltig und clever unterwegs

Ausgefeilte Mobilitätskonzepte tragen erheblich zur Wertsteigerung von Wohnbauten bei.Bei der Planung sind ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte zu berücksichtigen.Wir stellen fortschrittliche Lösungen vor.

Wir leben in Zeiten rasanten Wandels. Die Bevölkerungsdichte in der Schweiz hat in den letzten 50 Jahren frappant zugenommen, und auch die Wohnbedürfnisse haben sich grundlegend verändert. So leben heute zum Beispiel dreimal mehr Menschen in Einpersonenhaushalten als noch in den 1970er-Jahren. Die dynamische Entwicklung führt dazu, dass urbane Wohnformen immer gefragter sind, dass die Menschen noch mobiler werden oder zumindest mehr vom öffentlichen Raum beanspruchen. Gleichzeitig wächst aber auch das Bewusstsein für den Klimawandel. Immobilienentwickler sind gefordert, mit fortschrittlichen Mobilitätskonzepten die negativen Auswirkungen der Mobilität auf die Wohnqualität, den Energieverbrauch und die Landschaft zu reduzieren. Sie müssen eine vernetzte und nachhaltige Verkehrsabwicklung bei der Erschliessung von Liegenschaften ermöglichen. Die Elektromobilität, eine gute Erschliessung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und die vielfältigen Sharing-Services sind die Grundpfeiler dieser Konzepte. Die Zukunft dieser Lösungen liegt aber nicht in der Entscheidung für eines dieser Verkehrsmittel, sondern in deren sinnvoller Kombination. Zwar wird heute bereits zwischen verschiedenen Transportmitteln gewechselt, das kann aber noch pragmatischer geschehen. Reisende werden infolgedessen nicht mehr reine Autofahrer oder ÖV-Benutzer sein, sondern kombinieren die Verkehrsmittel frei zu ihrem Vorteil – vorausgesetzt, ein auf die Nutzer zugeschnittenes, cleveres Angebot steht zur Verfügung.

In fünf Schritten zur Ladelösung

Laut Bundesamt für Statistik ist 2020 die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos und Plug-in-Hybride einmal mehr angestiegen und macht rund 14 Prozent der neu immatrikulierten Fahrzeuge aus. Die Weiterentwicklung der Batterietechnik und die immer grösser werdende Palette an bezahlbaren, alltagstauglichen Elektroautos sind nur zwei der Gründe, warum sich der Aufwärtstrend fortsetzen wird. Wer also die Sanierung einer Wohnanlage oder die Infrastruktur einer neuen Liegenschaft plant, wird in jedem Fall die Bereitstellung von Lademöglichkeiten ins Auge fassen. Die Implementierung bringt jedoch oftmals technische, regulatorische und administrative Herausforderungen mit sich. Der Energiedienstleister CKW bietet deshalb Packages zur Planung und Installation der Ladeinfrastruktur sowie zur Abrechnung und Verwaltung der Ladedaten an. Ausserdem sind zusätzliche Services wie die Anbindung an öffentliche Ladenetze, Wartung- und Serviceverträge oder Schnittstellen zu Firmen ERPs erhältlich. Damit Immobilienverwaltungen schnell zu einer auf die Nutzergemeinschaft zugeschnittene Lösung gelangen kann, wurde ein Guide erarbeitet, der in fünf Schritten zum Ziel führt:

So gelte es zu klären, ob nur eine einzelne Ladestation oder eine Gesamtlösung gewünscht wird. Möglich sei auch, mit einer einzelnen Wallbox zu starten und die Infrastruktur zu einem späteren Zeitpunkt auszubauen. In letzterem Fall braucht es eine «smarte» Lösung, die durch die Anpassung an die Elektroverteilung, die Erschliessung der Parkplätze, das Lastmanagement und die Abrechnungslösung den sukzessiven Anschluss von Wallboxen anderer Stockwerkeigentümer oder Mieter ermöglicht.

Wie sich die ganzheitliche Projektbetreuung der CKW in der Realität darstellt, wird an der Wohnüberbauung zur Weinlese in Winterthur sichtbar. Der Energiedienstleister übernahm die Projektleitung, Installation sowie Inbetriebnahme der Ladestationen und sichert den Betrieb unddie verbrauchergerechte Abrechnung.Es wurde eine Grundinfrastruktur für19 Ladestationen im Endausbau mit einem intelligenten Lastmanagement realisiert. Zusätzlich können mit dem Abrechnungssystem von CKW die Ladestationen mit einer persönlichen RFID-Karte freigeschaltet werden. So werden die Kosten für den Strombezug automatisch periodisch dem entsprechenden Nutzer verrechnet. Zudem kann dieser seine Ladedaten in einer App jederzeit einsehen. 

Mit Sonnenstrom fahren

E-Mobility als Element einer integralen, ganzheitlichen Energie-Infrastrukturlösung kommt auch im neuen Quartier Fischermätteli in Burgdorf zum Einsatz. Das Konzept wurde vom Energiedienstleister EWZ in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft, den Strüby-Unternehmungen, entwickelt. Zehn Mehrfamilienhäuser mit 169 Eigentumswohnungen gruppieren sich um eine langgezogene zentrale Begegnungszone. Gebaut wird CO2-neutral mit Schweizer Holz und im Minergie-A-Eco-Standard. Da der Baustandard eine 100-prozentige Abdeckung mit erneuerbarem Strom verlangt, wird auf jedem der zehn Hausdächer eine Photovoltaikanlage mit monokristallinen Hochleistungsmodulen (3200 m²) installiert. Im Endausbau weisen diese eine Leistung von 722 kWp auf. Das Energiemanagement steuert die Produktion und die Verbräuche optimal, sodass möglichst bedarfsgerecht produziert werden kann. Der steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen wird hier Rechnung getragen. Wird das Fahrzeug zeitgleich mit der Energieproduktion der PV-Anlage geladen, erhöht sich zum einen der Eigenverbrauch von Solarenergie und zum anderen kann das Elektrofahrzeug mit Sonnenstrom fahren.

Auf dem Areal stehen anfänglich fünf halböffentliche E-Mobility-Ladestationen zur Verfügung. Bei Bedarf können weitere fünf Stationen in der zweiten Etappe dazu gebaut werden. Auch haben die Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer die Möglichkeit, ihren privaten Parkplatz mit einer Ladestation ausrüsten zu lassen. Die Abrechnung des bezogenen Stromes erfolgt direkt über die Stromrechnung der Haushalte. Um die Energieversorgung optimal dimensionieren zu können, sind die Planer davon ausgegangen, dass nachts bis zu 70 Fahrzeuge geladen werden können. Die Infrastruktur verteilt die zur Verfügung stehenden Energie intelligent auf alle zu ladenden Fahrzeuge.

Ausserdem gibt es mehr als 300 Veloabstellplätze, davon 22 mit Lademöglichkeit für Elektrovelos – ein Must-have in Burgdorf, das sich bereits dreimal den Titel «Velofreundlichste Stadt der Schweiz» gesichert hat.

Aufs eigene Auto verzichten

In Risch-Rotkreuz entstand ein verkehrsfreies Quartier, in dem wohnen, arbeiten und Freizeitaktivitäten miteinander verbunden sind. Das Areal bietet Raum für rund 1500 Bewohner, gegen 2000 Studierende und über 2500 Arbeitsplätze. Innovationen werden in der Suurstoffi grossgeschrieben. Der hier ansässige Switzerland Innovation Park Central vernetzt Unternehmen, Hochschulen, Institutionen und Start-ups, um ein dynamisches Innovation Ecosystem zu schaffen. Auch der Elektrogrosshandel Otto Fischer istmit von der Partie und treibt mit dem eco2friendly-LAB in der Suurstoffi Innovationen für die Gebäudetechnik voran. Innovativ ist auch das Mobilitätskonzept der Suurstoffi, denn hier kommt man ganz ohne eigenes Auto aus. «Sorglos mobil» ist eine Mobilitätslösung, die seit Mai 2021 von den Bewohnenden im Rahmen eines Pilotprojekts getestet wird. Das Konzept bietet einen einfachen Zugang zu diversen Mobilitätsformen, direkt vor der Haustür und zum monatlichen Fixpreis. «Sorglos mobil» verbindet das ÖV-Abo mit einem Pool unterschiedlicher Sharing-Fahrzeuge. Ob E-Bike, E-Cargobike oder E-Auto – gebucht wird alles über die App. Und ändern sich die Mobilitätsbedürfnisse, lässt sich das Abo einfach anpassen. So steht immer das Verkehrsmittel zur Verfügung, das gerade am besten passt. In der Testphase wird die Alltagstauglichkeit des von PostAuto, Zug Estates, Mobility und der Mobilitätsakademie entwickelten Produkts geprüft. «Die grösste Herausforderung besteht darin, die Mieterschaft für den Test zu gewinnen. Viele hatten ihre Mobilität bereits organisiert, als wir starteten», sagt Lotta Wiskemann Sandbu, Projektleiterin von «Sorglos mobil». Attraktive Abo-Angebote und Informationen über die Vorteile sollen die Mieterschaft nun überzeugen.

Was erzeugt Energie?

Unter Strom und Energie fallen Themen der Elektrotechnik wie Starkstromtechnik (Energie- und Antriebstechnik) sowie Schwachstromtechnik (Nachrichtentechnik) und Mess- und Automatisierungstechnik.

Auch das Thema Licht ist mit der Lichtsteuerung, Lichtplanung, Beleuchtungskonzepten, Blaulichtgefährdung, Raummanagement-Anwendungen und Strassenbeleuchtung Teil des Bereichs Strom und Energie. Zudem ist E-Mobilität gerade heute mit den verschiedensten Mobilitätskonzepten und Facetten der Stromerzeugung ein immer wichtiger werdendes Thema.

Unter Elektrotechnik und damit Energietechnik sowie Strom fällt aber auch die Gebäude-, Installations- und Verteiltechnik mit Messen, Steuern und Regeln, Gebäudeautomation, Smart Home sowie IoT, ICT, Multimedia, Multimedia und Netzwerktechnik. Zu all diesen Fachgebieten gibt es ausserdem Aus- und Weiterbildungsangebote.

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