Wärmetechnik

Editorial 03/2011: Ernten von Sonnenenergie ist weiterhin hochaktuell

Michael Kaufmann, bisher Vizedirektor des Bundesamts für Energie, ist neu Departementsleiter der Hochschule Luzern – Musik. Das Interview mit ihm von Anita Niederhäusern mit dem Titel «EnergieSchweiz: Balanceakt zwischen Pragmatismus und Visionen» ist auf den Seiten 8/9 abgedruckt. Sein Nachfolger im BFE, Daniel Büchel, wird im Mosaik auf Seite 19 vorgestellt.

 

 

«Zero-Emissions-Bauten» sind wiederum ein Thema im Interview von Oskar Aeberli mit Andreas Eckmanns, dem Leiter des Forschungsbereichs «Gebäude Solarthermie Wärmepumpen», beim BFE. Dieser wird ein Referat halten am 7. ZIG-Planerseminar am 22. März an der Hochschule Luzern in Horw und ist überzeugt: Zur Transformation des Gebäudebestands in einen nachhaltigen Zustand müssen wir uns aller Möglichkeiten bedienen: Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Substitution von CO2-befrachteten Energiequellen durch CO2-freie. Eine gesamtwirtschaftliche Betrachtung muss aber darüber entscheiden, welche Massnahmen im Einzelfall realisiert werden.

Eine Schweizer Privatbank in Genf betreibt seit Juni 2008 eine grosse solare Kälteanlage. Die solar erzeugte Wärme wird ganzjährig für die Trinkwassererwärmung, saisonal zur Raumtemperierung, und im Sommer zum Antrieb von drei Absorptionskältemaschinen mit zusammen 210 kW Kälteleistung genutzt. Dieses interessante Beispiel wird Seite 28–31 beschrieben.

Diese Ausgabe enthält einige Fachbeiträge zu Photovoltaik-Anlagen. Im Artikel Seite 32–37 zum Thema «korrekte Elektro-Installationen» fasst Alan Hawkins die Erkenntnisse und Vorgaben der Starkstrominspektoren und Netzverantwortlichen zusammen. Der Beitrag enthält nützliche Erkenntnisse für Planende, Bauherrschaften und weitere Projektbeteiligte.

Dieses Jahr sind private Investitionen in Photovoltaik-Anlagen einmal mehr hochaktuell. Nachdem nun 10 Prozent der Ernten von Sonnenenergie ist weiterhin hochaktuell KEV-Mittel für Photovoltaik-Strom zur Verfügung stehen (vgl. HK-GT 2/11, S. 15), wird erwartet, dass die lange Warteliste für PV-Projekte in den nächsten 2–3 Jahren abgebaut werden kann. Im Beitrag Seite 38/39 wird genauer dargelegt, wieso neue Anlagen möglichst noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden sollten: für den Einspeisetarif der kostendeckenden Einspeisevergütung KEV, der während der ganzen KEV-Vertragsdauer unverändert gilt, ist das Inbetriebnahmedatum massgebend.

Für Gebäude mit genügsamer Gebäudehülle können auch Luft-Wasser-Wärmepumpen immer mehr ohne Vorbehalte eingesetzt werden: Die aufkommende Inverter-Technik mit drehzahlgeregeltem Kompressor macht diese Wärmeerzeuger noch effizienter und leiser, vgl. Seite 40/41.

Die 1. Schweizer Hygienetagung von Ende Januar in Luzern befasste sich mit den Themen «Hygiene in raumlufttechnischen Anlagen» und «Raumlufthygiene». Der ausführliche Bericht von Peter T. Klaentschi: ab Seite 53. In den kommenden Ausgaben von HK-Gebäudetechnik werden verschiedene Themen der Tagung noch in detaillierteren Fachbeiträgen behandelt werden.

In der letzten Nummer von HK-Gebäudetechnik hat im Chillventa-Bericht der Schluss gefehlt. Wir entschuldigen uns dafür. Die letzte Seite mit dem kompletten Text ist in dieser Ausgabe Seite 71 nochmals abgedruckt. Der vollständige 7-seitige Beitrag steht HIER als PDF zur Verfügung.

 

Herzlich,

 

Peter Warthmann, Chefredaktor

peter.warthmann(at)azmedien.ch