Wärmetechnik

Auch ein Fernwärme-Netz muss fachmännisch unterhalten werden. (Bild: Getty Im.)

Fernwärme-Verband verstärkt Geschäftsstelle

Nach längerer Unterbrechung wegen Reorganisation der Geschäftsstelle informierte der Verband Fernwärme Schweiz (VFS) im April dieses Jahres zu personellen Änderungen im Vorstand des Verbands sowie zur Verstärkung der Geschäftsstelle, zur Lobbyarbeit auf Bundesebene, zum entstehenden technischen Regelwerk und zu kommenden Veranstaltungen.

An der Generalversammlung vom 19. August 2020 in Bern wurde Ständerat Othmar Reichmuth zum neuen VFS-Präsidenten gewählt. Er löste seinen Ständeratskollegen und Sitznachbarn Thierry Burkart ab, der von 2017 bis 2020 für die Geschicke des Verbandes verantwortlich zeichnete, ab.
Othmar Reichmuth verfügt aufgrund seiner politischen Erfahrung auf kommunaler und kantonaler Ebene (Gemeinderat- und -präsident von Illgau, während 10 Jahren Regierungsrat sowie Bau- und Energiedirektor des Kantons Schwyz) auch über gute Vorkenntnisse zum Thema Fernwärme. Er ist Mitglied der für die Fernwärme wichtigen Kommission für Umwelt, Raumplanung, Energie und Kommunikation (UREK) des Ständerates und kann sich so direkt für die Anliegen der Fernwärmebranche einsetzen.

Vorwärtsstrategie benötigt 2 Stellen mehr

Unmittelbar nach der Generalversammlung von August 2020 hat der VFS erste Schritte für die Umsetzung seiner 2020 erarbeiteten Vorwärtsstrategie mit den Handlungsschwerpunkten politisches Lobbying, Aus- und Weiterbildung, Marketing und technisches Regelwerk eingeleitet. Dank der einstimmigen Genehmigung der mit der Vorwärtsstrategie verbundenen Erhöhung der Mitgliederbei¬träge konnte die Anstellung eines Geschäftsführer Stellvertreters und einer neuen Sekretärin umgesetzt werden.
Seit November 2020 ist Ursula Spycher als Sekretärin des VFS tätig. Sie verfügt über langjährige Erfahrung u.a. auf den Gebieten Eventorganisation, Projektmanagement, Webseitengestaltung und Social Media.
Seit Anfang Februar 2021 wirkt Diego Hangartner, Energieingenieur ETHZ und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hochschule Luzern, als stellvertretender Geschäftsführer des Verbands. Diego Hangartner war von 2016 bis Anfang 2021 stellvertretender Projektleiter des BFE-Programms «Thermische Netze» und verfügt daher über profunde Kenntnisse im Fernwärmebereich.

Lobbying

Der VFS setzte sich auf politischer Ebene für das – leider in der Volksabstimmung – abgelehnte CO2-Gesetz ein. Weitere zu bearbeitende Themen sind aktuell u.a. die Zonenkonformität von Fernwärmeleitungen in der Landwirtschaftszone im Raumplanungsgesetz, sowie Anpassungen der Abfall- und Energieförderungsverordnungen sowie der Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich MuKEn (Dämmung von Fernwärmeleitungen).
Im Verlauf des Jahres 2020 hat sich der VFS an sechs Vernehmlassungen beteiligt, so u.a. zum Gasversorgungs- und Energiegesetz, zu den Energie-, CO2-, Geoinformations- und weiteren Verordnungen im Umweltbereich sowie zum Gegenvorschlag des Bundesrates zur Gletscher-Initiative und Anfang 2021 an zwei Vernehmlassungen zu Energieverordnungen und zur Strategie «Nachhaltige Entwicklung 2030» des Bundes (vgl. Stellungnahmen).

Kommende Veranstaltungen

•    2. September 2021 - Planerabend (deutsch), Baden, VFS
•    6./7. und/oder 13./14. September 2021 - Seminar Fern¬wärme Fernkälte, Horw, VFS
•    30. September 2021 - Planerabend (französisch), Orbe, VFS Fernwärme/Fernkälte (deutsch), Horw, VFS

Zwischen Ende August und Anfang Dezember 2021 sind folgende VFS-Veranstaltungen geplant (Daten noch offen):
•    3. + 4. VFS-Webinar im Herbst 2021 (je 1 x deutsch bzw. französisch)
•    Seminar Fernwärme/Fernkälte (franz.), Yverdon-les-Bains
•    Verkaufschulungen (de.) + (franz.), Suhr bzw. Granges-Paccot
•    Erfahrungstagung, Zentralschweiz
•    3. Betreibertreffen, Granges-Paccot
•    20. Jubiläums-Fernwärme-Forum zum Thema «Fernwärme – da spielt die Musik», Biel oder Bern, VFS (am 26. oder 27. Januar 2022)

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